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  <title>Top-Thema mit Vokabeln | Deutsch lernen | Deutsche Welle</title>
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  <description>Deutsch lernen mit Realitätsbezug: aktuelle Berichte der Deutschen Welle – leicht verständlich und mit Vokabelglossar.</description>
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  <copyright>2012 DW.DE, Deutsche Welle</copyright>
  <pubDate>Thu, 17 May 2012 02:16:51 GMT</pubDate>
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   <title>Top-Thema mit Vokabeln | Deutsch lernen | Deutsche Welle</title>
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   <title>Die Kunden sind online</title>
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   <description>Immer mehr Konsumenten kaufen im Internet ein. Die klassischen Kataloge werden immer seltener benutzt. Um im Versandhandel erfolgreich zu sein, brauchen Firmen eine sehr gut organisierte Logistik.&amp;lrm;
	Der Neckermann-Katalog ist Geschichte. Im Frühjahr 2012 gab der große deutsche Versandhändler Neckermann bekannt, von nun an nur noch auf den Online-Versand zu setzen. Die Umstrukturierung bei Neckermann zeigt den Wandel der Branche: Im Jahr 2011 fanden fast zwei Drittel aller Bestellungen online statt. Seit Jahren wächst das Geschäft.
	
	Die früheren Katalog-Versandhändler müssen sich zwar auf diesen grundlegenden Wandel einstellen, doch sie bringen eine wichtige Stärke mit: ihre jahrelange Erfahrung in der Logistik. Denn während die Kunden vor allem die Webseiten sehen, entscheidet sich der wirtschaftliche Erfolg eines Versandhändlers bei der Abfertigung der Waren.
	
	Das gilt auch für ehrgeizige junge Unternehmen wie den Berliner Versandhändler Zalando. Mit intensiver Werbung hat sich der Schuh- und Kleiderversand in kurzer Zeit auf dem Markt etabliert. Mit seinem schnellen Wachstum muss Zalando allerdings auch seine Logistik entsprechend vergrößern: Im Moment baut das Unternehmen ein weiteres Warenlager für rund 100 Millionen Euro.
	
	Im Onlinehandel muss man jedoch nicht groß sein, um Erfolg zu haben: Auch kleine Unternehmen können heute mit den traditionellen Versandunternehmen in Konkurrenz treten – nämlich über offene Plattformen wie die des Unternehmens Amazon, das in Deutschland Marktführer ist. Man braucht also gar keine eigene Internetseite, um seine Ware als Versandhändler zu verkaufen: Bei Amazon kann jeder seine Waren anbieten.
	
	
	Glossar
	
	online – im Internet
	
	Konsument/in, der/die – jemand, der etwas kauft und benutzt
	
	Katalog, der – ein Heft, in dem Produkte zum Kauf angeboten werden
	
	Versandhandel, der – das Geschäft mit Waren, die an den Kunden geschickt werden
	
	Logistik, die – der Transport und alles, was damit zusammenhängt
	
	etwas ist Geschichte – es gibt etwas nicht mehr
	
	jemand setzt auf etwas – jemand konzentriert seine Energie auf etwas
	
	Umstrukturierung, die – die Veränderung des Aufbaus
	
	Wandel, der – die Weiterentwicklung; die Veränderung
	
	Branche, die (aus dem Französischen) – der Wirtschaftsbereich; der Geschäftsbereich
	
	etwas wächst – hier: etwas wird wichtiger; etwas wird mehr
	
	sich auf etwas einstellen – einiges ändern, um sich an eine neue Situation anzupassen
	
	Stärke, die – hier: eine wichtige Voraussetzung für den Erfolg von etwas
	
	grundlegend – wesentlich; wichtig
	
	Abfertigung, die – das Einpacken und Versenden von Waren
	
	etwas etabliert sich auf dem Markt – etwas wird auf dem Markt bekannt und hat dort über einen längeren Zeitraum Erfolg
	
	etwas tritt in Konkurrenz mit etwas – hier: etwas besteht neben etwas
	
	Plattform, die – hier: die Internetseite, auf der man seine Waren anbieten kann
	
	Marktführer, der – das Unternehmen, das auf einem bestimmten Markt das stärkste ist
	
	
	Fragen zum Text
	
	1. Im Versandhandel können Unternehmen nur erfolgreich sein, wenn sie …
	a) ihren Kunden die Möglichkeit bieten, über einen Katalog zu bestellen.
	b) schon sehr lange auf dem Markt etabliert sind.
	c) eine gut funktionierende Logistik haben.
	
	2. Zalando wurde durch … bei den Konsumenten bekannt.
	a) sein Warenlager für rund 100 Millionen Euro
	b) intensive Werbung
	c) seine Kataloge
	
	3. Das Unternehmen Amazon ist in Deutschland so beliebt, weil es …
	a) eine Plattform hat, über die verschiedene Händler ihre Waren anbieten können. 
	b) zu den traditionellen Firmen wie Neckermann in Konkurrenz tritt.
	c) mehrere große Lager hat.
	
	4. Versandhändler haben in der Regel große … für die Waren.
	a) Lagern
	b) Lager
	c) Lagen
	
	5. Zalando ist einer der großen deutschen Versand…
	a) -handeln.
	b) -händlern.
	c) -händler.
	
	
	Arbeitsauftrag
	Kaufst du gerne im Internet ein? Wenn ja: Welche Produkte kaufst du im Internet und welche lieber in einem normalen Geschäft? Wenn nein: Warum kaufst du nicht im Internet ein? Schreibe einen kurzen Text.
	
	 

	Autoren: Janosch Delcker/Anne Gassen
	Redaktion: Raphaela Häuser
&lt;img class=&quot;img&quot; width=&quot;1&quot; height=&quot;1&quot; src=&quot;http://zap.dw.de/run/run.dw?RUN.js=No&amp;DW.dom=www.dw-world.de&amp;DW.uri=%2Fdw%2Farticle%2F0%2C%2C15949108%2C00.html%3Fmaca%3Dde-DKpodcast_topthemamitvokabeln_de-2296-xml-mrss&amp;DW.maca=de-DKpodcast_topthemamitvokabeln_de-2296-xml-mrss&amp;DW.ct=1&amp;DW.loc=de_DE&amp;DW.oid=15949108&amp;DW.sid=10291&amp;DW.po=www.dw-world.de&amp;DW.pr=dw-world.de&amp;DW.cat0=Start&amp;DW.cat1=DEUTSCH%20LERNEN&amp;DW.cat2=Deutsch%20XXL&amp;DW.cat3=Deutsch%20Aktuell&amp;DW.cat4=Top-Thema&amp;DW.cat5=Top-Thema&amp;DW.title=Die%20Kunden%20sind%20online&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;</description>
   <category>Deutsch XXL</category>
   <itunes:author>DW.DE | Deutsche Welle</itunes:author>
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   <pubDate>Tue, 15 May 2012 12:13:00 GMT</pubDate>
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   <title>Gewaltbereite Salafisten</title>
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   <description>Die extremistische Bewegung der Salafisten zeigt immer mehr Präsenz in der deutschen Öffentlichkeit. Sie hat in Deutschland fast 4000 Anhänger. Bei Demonstrationen traten einzelne Gruppen sehr gewaltbereit auf.&amp;lrm;
	 

	Anfang Mai 2012 kam es in Nordrhein-Westfalen zu mehreren großen Auseinandersetzungen zwischen Rechtsextremen und Salafisten. Bei Demonstrationen zeigten Mitglieder der rechtsradikalen Partei Pro NRW Mohammed-Karikaturen. Die extremistischen Muslime reagierten mit Gewalt: Viele Polizisten wurden verletzt, zwei davon sogar lebensgefährlich.
	
	Islam-Experte Rauf Ceylan erklärt, dass die Salafisten eine Form des Islam wiederherstellen möchten, die vor 1400 Jahren existierte. Sie lehnen alle modernen Entwicklungen ab. Einige radikale Gruppierungen predigen sogar den bewaffneten Kampf. Der deutsche Verfassungsschutz beobachtet eine enge Verbindung zwischen dem deutschen salafistischen Milieu und Terrornetzwerken in Afghanistan und Pakistan.
	
	In Deutschland hat der Salafismus laut Verfassungsschutz derzeit rund 3800 Anhänger. Und er wirbt um neue Mitglieder. So verteilten Salafisten zum Beispiel kostenlos den Koran in deutschen Fußgängerzonen. Die Gründe, warum sich Menschen den Salafisten anschließen, sind unterschiedlich. Für Rauf Ceylan spielt vor allem das enge, sektenartige Gemeinschaftsleben eine wichtige Rolle. Er sagt: &quot;Je mehr man in diese Kreise hineinkommt (…), desto mehr nehmen die Außenkontakte ab.&quot; Außerdem, so der Islam-Experte, geben die salafistischen Prediger den Anhängern das Gefühl, Auserwählte zu sein.
	
	Die Größe der muslimischen Gemeinschaft in Deutschland wird auf etwa 4 Millionen Menschen geschätzt – die Salafisten stellen also nur eine sehr kleine Minderheit dar. Die vier größten Muslimverbände in Deutschland distanzieren sich deutlich von ihnen.
	
	
	Glossar
	
	jemand zeigt Präsenz – jemand ist für viele zu sehen
	
	extremistisch – radikal, so, dass man eine extreme Position vertritt
	
	Anhänger/in, der/die – jemand, der zu einer Gruppe gehört oder sie unterstützt
	
	Nordrhein-Westfalen – eines der 16 Bundesländer, aus denen Deutschland besteht
	
	Auseinandersetzung, die – der Streit; der Kampf
	
	Rechtsextreme, der/die – jemand, der ausländerfeindlich und nationalistisch denkt
	
	Karikatur, die – eine Zeichnung, die etwas oder jemanden stark übertrieben darstellt
	
	Muslim/in, der/die – jemand, der dem Islam angehört (Adjektiv: muslimisch)
	
	Gruppierung, die – die Gruppe
	
	etwas predigen – in einem Gotteshaus zu einem religiösen Thema sprechen (Substantiv: der Prediger); hier auch: öffentlich zu einem bestimmten Verhalten aufrufen
	
	Verfassungsschutz, der – die deutsche Behörde, die Informationen über gefährliche Gruppen oder Personen zum Schutz des Landes sammelt
	
	Milieu, das – hier: die Gruppen; das Umfeld
	
	Terrornetzwerk, das – terroristische Gruppen, die miteinander verbunden sind
	
	jemand wirbt um jemanden – hier: jemand versucht, jemanden von etwas zu überzeugen und ihn als Mitglied zu gewinnen
	
	sicheiner Gruppe anschließen – hier: Teil einer Gruppe werden
	
	sektenartig – so wie in einer extremistischen religiösen Gemeinschaft
	
	Auserwählte, der/die – jemand, der etwas Besonderes ist
	
	etwas schätzen – hier: eine Größen- oder Mengenangabe nur ungefähr bestimmen
	
	sich von jemandem distanzieren – jemanden ablehnen; jemanden nicht gut finden
	
	
	Fragen zum Text
	
	1. Was war der Grund für die Gewalt während der Demonstrationen? 
	a) Ein salafistischer Prediger versuchte, neue Mitglieder zu werben.
	b) Rechtsextreme zeigten Mohammed-Karikaturen.
	c) Salafisten verteilten Korane.
	
	2. Welche Überzeugung vertreten die Salafisten?
	a) Früher war die Art, wie der Islam gelebt wurde, besser als heute.
	b) Rechtsradikale sollten sich den Salafisten anschließen.
	c) Jede Form des Protests muss friedlich geschehen. 
	
	3. Laut Rauf Ceylan schließen sich Menschen den Salafisten an, weil …
	a) sich die Gruppierung von bewaffneten Auseinandersetzungen distanziert.
	b) deren Gemeinschaftsleben besonders intensiv ist.
	c) sie gerne auf Demonstrationen gehen.
	
	4. Der Verfassungsschutz glaubt, dass das … Milieu Verbindungen zu Terrornetzwerken hat.
	a) deutsches slafistisches
	b) deutsche salafistische
	c) deutsche salafistisches
	
	5. Der Salafismus ist bekannt für sein … Gemeinschaftsleben.
	a) enge, sektenartiges
	b) enges, sektenartige
	c) enges, sektenartiges
	
	
	Arbeitsauftrag
	Wie erklärt ihr euch die Tatsache, dass sich Menschen extremistischen Gruppierungen, wie z. B. den Salafisten, anschließen? Sammelt und diskutiert mögliche Gründe.

	
	Autoren: Klaus Dahmann/Anne Gassen
	Redaktion: Ingo Pickel
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   <category>Deutsch XXL</category>
   <itunes:author>DW.DE | Deutsche Welle</itunes:author>
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   <pubDate>Fri, 11 May 2012 10:09:00 GMT</pubDate>
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   <title>Aufbruch in Myanmar</title>
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   <description>Myanmar öffnet sich: Die einstmals isolierte Militärdiktatur erneuert sich politisch und wirtschaftlich. Das macht das Land interessant für internationale Investoren. Doch es sind noch viele Reformen notwendig.&amp;lrm;
	Myanmar, das frühere Birma, war eine reiche britische Kolonie, bis es 1948 unabhängig wurde. Es folgten ethnische Konflikte und eine Militärdiktatur. Durch die internationale Isolation, eine starke Inflation, Bürokratie und Korruption ist Myanmar heute zu einem der ärmsten Länder der Welt geworden.
	
	Doch in den letzten Jahren ist viel geschehen: Am 7. November 2010 gab es die ersten Wahlen seit 10 Jahren. Die Oppositionsführerin und Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi wurde aus ihrem Hausarrest entlassen und im April 2012 ins Parlament gewählt. Das Militär hat zwar immer noch den stärksten Einfluss im Parlament, doch die Medien sprechen von einem Demokratisierungsprozess und einer wirtschaftlichen Öffnung des Landes. Zu den wichtigsten Reformen zählen dabei die Anpassung des Wechselkurses und Maßnahmen gegen die Korruption.
	
	Nachdem die westlichen Industrienationen inzwischen die meisten Sanktionen aufgehoben haben, wird das Land nun immer interessanter für ausländische Investoren. Myanmar exportiert Erdgas, Edelsteine, Holz und Reis. Es befindet sich zwischen Indien und China am Golf von Bengalen – eine für den Schiffsverkehr sehr günstige Lage. Allerdings muss die Infrastruktur des Landes erneuert und aufgebaut werden, denn Stromausfälle sind immer noch Alltag, und es gibt kaum feste Straßen.
	
	Zwar ist das Land reich an Rohstoffen, doch das Einkommen der 60 Millionen Einwohner ist sehr niedrig. Klaus Fritzsche, Leiter der Asienstiftung aus Essen, findet westliche Investitionen in Myanmar grundsätzlich gut. Doch die Bevölkerung, so betont er, darf dabei nicht ausgebeutet werden. Er sagt: „In diesem Fall würde der Westen nur fortsetzen, was chinesische, thailändische und indische Unternehmen jetzt schon tun.&quot;
	
	
	Glossar
	
	isoliert – so, dass es keinen Kontakt nach außen gibt (Substantiv: die Isolation)
	
	Investor/in, der/die – jemand, der Projekte finanziert, um später daran zu verdienen
	
	ethnische Konflikt, der – der Streit zwischen verschiedenen Volksgruppen
	
	Militärdiktatur, die – eine militärische Regierung, die nicht demokratisch ist
	
	Inflation, die – die Tatsache, dass das Geld in einem Land immer weiter an Wert verliert
	
	Bürokratie, die – hier: die Tatsache, dass es zu viele und zu komplizierte Regeln gibt
	
	Korruption, die – der Betrug; die (meist verbotene) Tatsache, dass jemand für Geld bestimmte (z. B. politische) Entscheidungen trifft
	
	Oppositionsführer/in, der/die – der/die Leiterin einer Partei im Parlament, die nicht in der Regierung ist
	
	Friedensnobelpreisträger/in, der/die – jemand, der etwas Wichtiges für mehr Frieden in der Welt geleistet hat und dafür den Friedensnobelpreis erhält
	
	Hausarrest, der – das Verbot, sein Haus zu verlassen
	
	Sanktionen, die (meist im Plural) – hier: Maßnahmen, mit denen man versucht, Staaten zu einem bestimmten Verhalten zu zwingen (z. B. das Verbot von Handelsbeziehungen)
	
	etwas aufheben – hier: etwas beenden; etwas abschaffen
	
	Anpassung des Wechselkurses, die – hier: die Tatsache, dass man den künstlich festgelegten Wert einer Währung an die Realität anpasst
	
	Infrastruktur, die – hier: Kommunikations- und Verkehrswege, Leitungen für die Versorgung mit Energie und Wasser etc. in einem Land
	
	jemand wird ausgebeutet – die Arbeitskraft von jemandem wird ausgenutzt, ohne dass er selbst einen gerechten Lohn verdient
	
	
	Fragen zum Text

	1. Die Wirtschaft Myanmars litt in den letzten Jahrzehnten sehr …
	a) unter der ständigen Anpassung des Wechselkurses.
	b) unter seiner Isolation durch die Militärdiktatur.
	c) darunter, dass es eine britische Kolonie war.
	
	2. Aung San Suu Kyi ist eine wichtige …
	a) Vertreterin der Militärdiktatur.
	b) Unternehmerin des Landes.
	c) Politikerin der Opposition.
	
	3. Was macht Myanmar interessant für ausländische Investoren?
	a) die Rohstoffe und die geografische Lage
	b) die gute Infrastruktur
	c) die Inflation
	
	4. Komposita werden manchmal mit einem &quot;s&quot; verbunden (z. B. &quot;Schiff*s*verkehr&quot;), manchmal ohne (z. B. &quot;Militärdiktatur&quot;). Welche der folgenden Worte lassen sich ohne ein zusätzliches &quot;s&quot; miteinander verbinden?
	a) Parlament + Wahlen
	b) Konflikt + Lösung
	c) Alltag + Probleme
	
	5. Welche der folgenden Worte lassen sich nur mit einem zusätzlichen &quot;s&quot; verbinden?
	a) Wahl + Ergebnisse
	b) Straßen + Bau
	c) Wirtschaft + Partner
	
	
	Arbeitsauftrag
	Suche im Internet nach Informationen zu Aung San Suu Kyi. Beschreibe in vier bis sechs Sätzen, wer sie ist und wofür sie kämpft. 
	
	
	Autoren: Rodion Ebbighausen/Anne Gassen
	Redaktion: Ingo Pickel
&lt;img class=&quot;img&quot; width=&quot;1&quot; height=&quot;1&quot; src=&quot;http://zap.dw.de/run/run.dw?RUN.js=No&amp;DW.dom=www.dw-world.de&amp;DW.uri=%2Fdw%2Farticle%2F0%2C%2C15934757%2C00.html%3Fmaca%3Dde-DKpodcast_topthemamitvokabeln_de-2296-xml-mrss&amp;DW.maca=de-DKpodcast_topthemamitvokabeln_de-2296-xml-mrss&amp;DW.ct=1&amp;DW.loc=de_DE&amp;DW.oid=15934757&amp;DW.sid=10291&amp;DW.po=www.dw-world.de&amp;DW.pr=dw-world.de&amp;DW.cat0=Start&amp;DW.cat1=DEUTSCH%20LERNEN&amp;DW.cat2=Deutsch%20XXL&amp;DW.cat3=Deutsch%20Aktuell&amp;DW.cat4=Top-Thema&amp;DW.cat5=Top-Thema&amp;DW.title=Aufbruch%20in%20Myanmar&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;</description>
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   <itunes:author>DW.DE | Deutsche Welle</itunes:author>
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   <pubDate>Tue, 8 May 2012 11:44:00 GMT</pubDate>
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  <item>
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   <title>Stadtkinder in Bewegung</title>
   <link>http://www.dw.de/dw/article/0,,15922085,00.html?maca=de-DKpodcast_topthemamitvokabeln_de-2296-xml-mrss</link>
   <description>Kinder brauchen viel Bewegung, um sich gut zu entwickeln. In der Großstadt gibt es dazu jedoch nur wenige Möglichkeiten. Die Deutsche Sporthochschule Köln bietet einen Fitnesstest für Kinder an und berät Eltern.&amp;lrm;
	Kleinkinder drücken ihre Gefühle über Bewegung aus, da die Sprache hierfür noch nicht ausreicht. Das erklärt Tanja Becker von der Sporthochschule Köln. Deswegen ist es sehr wichtig, den Kindern die Möglichkeit zu bieten, sich zu bewegen – besonders, wenn sie in der Stadt leben und die Wohnung der Eltern nicht sehr groß ist. Mit dem Fitnesstest der Deutschen Sporthochschule können Eltern prüfen, wie aktiv ihre Kinder im Vergleich zu Gleichaltrigen sind. Außerdem gibt die Sporthochschule Tipps, wie Eltern den Stadtalltag zwischen Wohnung und Kindertagesstätte sportlich und gesund gestalten können.

	Becker rät, dass es im Zimmer von Kleinkindern keine Stühle, sondern viel Platz zum Krabbeln und Herumtoben geben soll. Aus dem Krabbeln entwickelt sich dann das Klettern, Springen und Balancieren. Zudem ist alles kindgerecht, was mit Rhythmus zu tun hat, wie zum Beispiel klatschen und stampfen. Becker erklärt: &quot;Das wären elementare kleine Sachen, wovon das Kind viel mehr profitiert als von (…) der Mini-Ballettgruppe oder Ähnlichem.&quot;
	
	Für größere Kinder empfiehlt Beckers Kollegin Kristin Manz, dass sie mindestens zwei Stunden am Tag körperlich aktiv sind. Ein Teil davon sollte angeleitet sein, zum Beispiel in einem Sportverein. Manz weist auch auf den direkten Zusammenhang von Fernsehkonsum und Übergewicht hin. Sie betont, dass Kinder, die früh übergewichtig und unsportlich sind, auch später in der Schule darunter leiden. Deshalb sollten Kinder frühestens ab einem Alter von zwei Jahren fernsehen – und auch nicht zu lange.
	
	Spielen, toben und Spaß haben an der Bewegung ohne Leistungsgedanken und ohne Angst – wenn Eltern die Bewegung ihrer Kinder schon im Vorschulalter fördern, tun sie viel für deren Gesundheit.
	
	
	Glossar
	
	Fitnesstest, der – eine Prüfung, bei der man herausfindet, wie sportlich jemand ist
	
	Kleinkind, das – das Kind im zweiten und dritten Lebensjahr
	
	etwas ausdrücken – hier: etwas zeigen; etwas mitteilen
	
	Gleichaltrige, der/die – jemand, der genauso alt ist
	
	Kindertagesstätte, die – der Kindergarten für den ganzen Tag (Abkürzung: Kita)
	
	Krabbeln, das – das Fortbewegen auf Händen und Füßen (Verb: krabbeln)
	
	Herumtoben, das – das wilde Springen und Rennen (Verb: herumtoben; auch: toben)
	
	Balancieren, das – das Gehen über etwas Schmales, ohne herunterzufallen (Verb: balancieren)
	
	kindgerecht – so, dass es für Kinder geeignet ist
	
	Rhythmus, der – hier: die regelmäßige Folge von Geräuschen oder Bewegungen
	
	stampfen – mit den Füßen so fest auf den Boden treten, dass man es hört
	
	elementar – grundlegend; wichtig
	
	jemand profitiert von etwas – hier: jemand entwickelt sich durch etwas besser
	
	Mini-Ballettgruppe, die – eine Gruppe, in der kleine Kinder tanzen lernen können
	
	angeleitet – hier: so, dass ein Gruppenleiter sagt, was die Kinder tun sollen

	Leistungsgedanke, der – der Druck; der Erfolgsdruck
	
	Vorschulalter, das – das Alter, bevor Kinder in die erste Klasse kommen
	
	etwas fördern – etwas unterstützen
	
	
	Fragen zum Text

	 

	1.  Die Deutsche Sporthochschule Köln bietet … 
	a)  Sportkurse für übergewichtige Eltern an.
	b)  einen Fitnesstest für Kinder an.
	c)  eine Mini-Ballettgruppe an.
	
	2.  Tanja Becker sagt, dass es für Kleinkinder besonders wichtig ist, …  
	a)  angeleitet Sport zu machen – zum Beispiel in einem Sportverein.
	b)  regelmäßig einen Fitnesstest zu machen.
	c)  sich im Alltag viel bewegen zu können.
	
	3.  Kristin Manz empfiehlt, dass Kinder … ab zwei Jahren fernsehen sollten.
	a)  frühestens
	b)  spätestens
	c)  mindestens
	
	4.  Wird das Wort &quot;Krabbeln/krabbeln&quot; im folgenden Satz groß oder klein geschrieben? &quot;Kleine Kinder lieben es zu Krabbeln/krabbeln.&quot;
	a)  Es wird groß geschrieben. 
	b)  Es wird klein geschrieben. 
	c)  Beide Schreibweisen sind richtig. 
	
	5.  Wird das Wort &quot;Spielen/spielen&quot; im folgenden Satz groß oder klein geschrieben? &quot;Nicht in allen Wohnungen gibt es genug Platz zum Spielen/spielen.&quot;
	a)  Es wird groß geschrieben. 
	b)  Es wird klein geschrieben. 
	c)  Beide Schreibweisen sind richtig.
	
	
	Arbeitsauftrag
	Was können Kinder und Erwachsene tun, um in Bewegung zu bleiben? Mit welchen Sportarten kann man sich fit halten? Schreibt eine Liste. Recherchiert bei Bedarf im Internet.
	
	
	Autorinnen: Olivia Fritz/Anne Gassen
	Redaktion: Ingo Pickel
&lt;img class=&quot;img&quot; width=&quot;1&quot; height=&quot;1&quot; src=&quot;http://zap.dw.de/run/run.dw?RUN.js=No&amp;DW.dom=www.dw-world.de&amp;DW.uri=%2Fdw%2Farticle%2F0%2C%2C15922085%2C00.html%3Fmaca%3Dde-DKpodcast_topthemamitvokabeln_de-2296-xml-mrss&amp;DW.maca=de-DKpodcast_topthemamitvokabeln_de-2296-xml-mrss&amp;DW.ct=1&amp;DW.loc=de_DE&amp;DW.oid=15922085&amp;DW.sid=10291&amp;DW.po=www.dw-world.de&amp;DW.pr=dw-world.de&amp;DW.cat0=Start&amp;DW.cat1=DEUTSCH%20LERNEN&amp;DW.cat2=Deutsch%20XXL&amp;DW.cat3=Deutsch%20Aktuell&amp;DW.cat4=Top-Thema&amp;DW.cat5=Top-Thema&amp;DW.title=Stadtkinder%20in%20Bewegung&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;</description>
   <category>Deutsch XXL</category>
   <itunes:author>DW.DE | Deutsche Welle</itunes:author>
   <itunes:keywords>Deutschkurse, Deutsch lernen, Sprachkurse, Deutsch Aktuell, Top-Thema, B1, Großstadt, Sporthochschule Köln, Fitness, Sport, Tanja Becker</itunes:keywords>
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   <pubDate>Fri, 4 May 2012 12:07:00 GMT</pubDate>
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  <item>
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   <title>Zurück in den Kosovo</title>
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   <description>Mehr als zehn Jahre nach Ende der Kriege gilt der Kosovo wieder als sicher. Deswegen müssen viele Flüchtlinge zurückkehren. Dies gilt sogar für Angehörige von Minderheiten, die dort noch heute diskriminiert werden.&amp;lrm;
	Ardian Canaj fühlt sich fremd in seiner neuen Heimat. Er ist in Deutschland geboren und aufgewachsen, wurde aber nun im Alter von 20 Jahren in den Kosovo – die Heimat seiner Eltern – abgeschoben. Jetzt lebt er in einem Armenviertel im Westen des Kosovo. Er erzählt: &quot;In Deutschland bin ich in die Schule gegangen, doch hier ist damit Schluss. Ich muss arbeiten, um meine Miete zu zahlen&quot;.
	
	Nach den Jugoslawienkriegen und dem Kosovokrieg in den 1990er Jahren gilt der Kosovo, das ärmste Land Europas, heute wieder als sicher. Deswegen schiebt Deutschland die Flüchtlinge mittlerweile wieder ab. Besonders für Kinder und Jugendliche hat das schlimme Folgen: Im Kosovo leben sie in Armut und Einsamkeit, und die meisten sprechen kaum Albanisch.
	
	Seit 2010 werden auch Angehörige von ethnischen Minderheitenin den Kosovo abgeschoben – darunter 6000 Kinder und Jugendliche. Ardian gehört zur Minderheit der Kosovo-Ägypter. Genau wie Angehörige der Roma und Aschkali nennen Serben und Albaner sie abfällig &quot;Zigeuner&quot;. Kurz nach dem Krieg vertrieben die Albaner Angehörige aller drei Volksgruppen. Man warf ihnen vor, mit den Serben kollaboriert zu haben. Aus diesem Grund werden Roma, Ashkali und Kosovo-Ägypter noch heute im Kosovo diskriminiert. 
	
	Wie stark gerade Kinder unter der Abschiebung leiden, zeigt die Studie &quot;Stilles Leid&quot; der Kinderhilfsorganisation UNICEF. Forscherin Verena Knaus erklärt: &quot;Wir haben Kinder, (…) die sich sogar mit konkreten Selbstmordgedanken quälen: Eines von vier will sich das Leben nehmen.&quot; UNICEF fordert jetzt, dass auf eine Abschiebung von Kindern und Jugendlichen verzichtet werden soll, wenn diese ihre psychische und körperliche Gesundheit beschädigt. Für Ardian kommt das zu spät. Er sagt: &quot;Ich würde alles darum geben, um nach Deutschland zurückzukehren. Denn dort habe ich mein ganzes Leben zurückgelassen.&quot;
	
	
	Glossar
	
	Flüchtling, der – jemand, der wegen seiner Rasse, Religion, Nationalität oder politischen Überzeugung verfolgt wird und daher Schutz in einem anderen Land sucht
	
	Angehörige, der/die – hier: jemand, der zu einer bestimmten Gruppe gehört
	
	Minderheit, die – hier: eine kleine Volksgruppe, die sich von den anderen im Staat durch ihre Sprache und Kultur unterscheidet
	
	jemanden diskriminieren – jemanden schlecht behandeln, weil er anders ist
	
	aufwachsen – groß werden; seine Kindheit verbringen
	
	jemanden abschieben  – jemanden in seine Heimat zurückschicken (Substantiv: die Abschiebung)
	
	Jugoslawienkriege, die (meist im Plural) – Kriege in den 1990er Jahren in Jugoslawien, die zum Zerfall des Landes führten
	
	Kosovokrieg, der – Krieg in den Jahren 1998 und 1999, in dem Albaner für die Unabhängigkeit des Kosovo vom damaligen Jugoslawien kämpften
	
	Albanisch – die Sprache der Albaner, der größten Volksgruppe des Kosovo
	
	ethnisch – zu einer Volksgruppe gehörend
	
	abfällig – so, dass man seine schlechte Meinung über etwas/jemanden ausdrückt; mit Verachtung
	
	jemanden vertreiben – jemanden verjagen; jemanden zwingen, einen Ort zu verlassen
	
	mit jemandem kollaborieren – mit dem Feind in einem Krieg zusammenarbeiten
	
	sich das Leben nehmen – sich selbst töten
	
	alles darum geben – bereit sein, alles für etwas zu tun
	
	
	Fragen zum Text
	
	1. Ardian Canaj hat bis zum Alter von 20 Jahren …
	a) bei seiner Familie im Kosovo gelebt.
	b) allein und in Armut gelebt.
	c) in Deutschland gelebt.
	
	2. Besonders schlimm ist eine Abschiebung für Angehörige … 
	a) ethnischer Minderheiten, Kinder und Jugendliche.
	b) der albanischen Mehrheit des Kosovo.
	c) der serbischen Volksgruppe.
	
	3. Das Wort &quot;Zigeuner&quot; ist im Kosovo eine diskriminierende Bezeichnung für …
	a) Flüchtlinge, die in den Kosovo zurückkehren müssen.
	b) Ägypter, Roma und Aschkali.
	c) Serben und Albaner.
	
	4. Ethnische Minderheiten wurden aus dem Kosovo … 
	a) vertreiben.
	b) vertreibt.
	c) vertrieben.
	
	5. Viele Flüchtlinge aus dem Kosovo werden wieder aus Deutschland … 
	a) abschieben.
	b) abgeschoben.
	c) geschoben ab.
	
	
	Arbeitsauftrag
	Gibt es in eurer Heimat ethnische Minderheiten? Wenn ja, woher stammen sie? Habt ihr den Eindruck, dass diese Gruppen gut in die Gesellschaft integriert sind? Sind eure Eltern Flüchtlinge – oder sogar ihr selbst? Sprecht in der Gruppe über eure Erfahrungen.
	 

	Autoren: Ajete Beqiraj/Anne Gassen
	Redaktion: Ingo Pickel
&lt;img class=&quot;img&quot; width=&quot;1&quot; height=&quot;1&quot; src=&quot;http://zap.dw.de/run/run.dw?RUN.js=No&amp;DW.dom=www.dw-world.de&amp;DW.uri=%2Fdw%2Farticle%2F0%2C%2C15912389%2C00.html%3Fmaca%3Dde-DKpodcast_topthemamitvokabeln_de-2296-xml-mrss&amp;DW.maca=de-DKpodcast_topthemamitvokabeln_de-2296-xml-mrss&amp;DW.ct=1&amp;DW.loc=de_DE&amp;DW.oid=15912389&amp;DW.sid=10291&amp;DW.po=www.dw-world.de&amp;DW.pr=dw-world.de&amp;DW.cat0=Start&amp;DW.cat1=DEUTSCH%20LERNEN&amp;DW.cat2=Deutsch%20XXL&amp;DW.cat3=Deutsch%20Aktuell&amp;DW.cat4=Top-Thema&amp;DW.cat5=Top-Thema&amp;DW.title=Zur%C3%BCck%20in%20den%20Kosovo&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;</description>
   <category>Deutsch XXL</category>
   <itunes:author>DW.DE | Deutsche Welle</itunes:author>
   <itunes:keywords>Deutschkurse, Deutsch lernen, Sprachkurse, Deutsch Aktuell, Top-Thema, B1, Kosovo, Albaner, Roma, Kosovokrieg, Jugoslawienkriege</itunes:keywords>
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   <pubDate>Tue, 1 May 2012 08:40:00 GMT</pubDate>
  </item>
  <item>
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   <title>Homosexuelle im Pfarrhaus</title>
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   <description>In der evangelischen Kirche können immer mehr schwule Pfarrer und lesbische Pfarrerinnen mit ihrem Partner im Pfarrhaus zusammenleben. Ermöglicht wurde das durch eine Änderung des Pfarrdienstgesetzes.&amp;lrm;
	Lange Zeit war es für homosexuelle Geistliche verboten, mit ihrem Partner im Pfarrhaus zusammenzuleben. Eine Neuerung des Pfarrdienstgesetzes der evangelischen Kirche in Deutschland im November 2010 änderte dies. Seitdem kann jede Landeskirche selbst entscheiden. Im April 2012 einigten sich als letzte auch die Protestanten in Sachsen: Wenn der Kirchenvorstand zustimmt, dürfen im Einzelfall homosexuelle Partner ins Pfarrhaus einziehen. 
	
	Der sächsische Pfarrer Christoph Wohlgemuth ist über diese Entscheidung erleichtert. Der lange Streit innerhalb der Kirche erinnert ihn an sein eigenes Coming-Out: Er durfte kein Gemeindepfarramt übernehmen und wurde stattdessen Seelsorger in einem Krankenhaus. Für Ralf Michael Ittelmann vom Christlichen Schwul-Lesbischen Stammtisch in Dresden ist Christsein und Homosexualität kein Widerspruch, denn in der Bibel steht nichts über homosexuelle Partnerschaften.
	
	David Keller sieht das anders. Er ist Mitinitiator der &quot;Bekenntnis-Initiative&quot;, die sich aus Protest gegen die Änderung des Pfarrdienstgesetzes gründete. Keller sagt, dass er Homosexuelle toleriert. Allerdings wäre es ihm lieber, wenn die homosexuellen Pfarrer darauf verzichten würden, eine Gemeinde zu leiten. Keller befürchtet, dass das Pfarrdienstgesetz die Protestanten auf der ganzen Welt spalten wird.
	
	Auf der einen Seite stehen die Kirchen der Industriestaaten des Nordens, die gesellschaftlichen Entwicklungen gegenüber offener sind. Auf der anderen Seite lehnen die Kirchen Afrikas und Asiens gleichgeschlechtliche Liebe radikal ab. Keller weiß, dass solche Positionen oft gegen die Menschenrechte verstoßen. Trotzdem ist er überzeugt: Heterosexualität ist näher am Glauben.
	
	
	Glossar
	
	Pfarrhaus, das – ein Haus, das von der Kirche bezahlt wird und in dem Pfarrer/innen mit ihrer Familie leben
	
	schwul – so, dass man als MannMänner liebt ; homosexuell
	
	lesbisch – so, dass man als Frau Frauen liebt; homosexuell  
	
	Pfarrdienstgesetz, das – ein Gesetz speziell für Pfarrer der Evangelischen Kirche
	
	Geistliche/r, die/der –  eine Person, die in der Kirche ein Amt übernimmt
	
	Landeskirche, die – die evangelische Kirche in einem Bundesland
	
	Sachsen – ein Bundesland im Osten Deutschlands(Adjektiv: sächsisch)
	
	im Einzelfall – ausnahmsweise; selten
	
	Vorstand, der – hier: die Leitung der Evangelischen Kirche
	
	über etwas erleichtert sein – über eine Situation froh sein, die vorher schwieriger war
	
	Coming-Out, das – der Moment, in dem Homosexuelle ihre sexuelle Identität öffentlich machen
	
	Gemeindepfarramt, das – ein Amt, bei dem ein Pfarrer/eine Pfarrerin die Aufgaben seiner Kirche in einem bestimmten Gebiet übernimmt
	
	Seelsorger/in, der/die –  →eine/ein Geistliche/r, der anderen Menschen psychisch hilft
	
	Stammtisch, der – hier: ein regelmäßiges Treffen einer Gruppe mit besonderen Interessen
	
	Mitinitiator/in, der/die – jemand, der/die eine Initiative mitgründet
	
	Bekenntnis, das –  hier: die öffentliche Zustimmung zu einem bestimmten Glauben
	
	Heterosexualität, die – sexuelle Orientierung, bei der jemand Menschen des anderen Geschlechts liebt ↔die Homosexualität
	
	
	Fragen zum Text
	
	1. Die Neuerung des Pfarrdienstgesetzes macht es möglich, dass …
	a)  homosexuelle Pfarrer und Pfarrerinnen ihre Partner heiraten dürfen.  
	b)  Pfarrer und Pfarrerinnen sich outen dürfen.
	c)  homosexuelle Pfarrer und Pfarrerinnen im Pfarrhaus mit ihrem Partner leben dürfen.
	
	2. David Keller möchte, dass … 
	a)  Geistliche, die homosexuell sind aus, der evangelischen Kirche austreten.
	b)  homosexuelle Geistliche freiwillig auf ein Amt in der Gemeinde verzichten.
	c)  homosexuelle Pfarrer und Pfarrerinnen darauf verzichten, zusammen zu ziehen. 
	
	3. Die evangelischen Kirchen anderer Länder …
	a)  sind allgemein gegen das Zusammenleben von Homosexuellen.
	b)  unterstützen alle die Neuerung des Pfarrdienstgesetzes in Deutschland.
	c)  haben sehr unterschiedliche Meinungen zu Homosexualität.
	
	4. Welcher Satz passt inhaltlich zu dem Satz: &quot;Immer mehr schwule Pfarrer können mit ihrem Partner im Pfarrhaus zusammenleben&quot;? 
	a)  Schwule Pfarrer können nun immer mit ihrem Partner im Pfarrhaus leben.  
	b)  Mehr und mehr schwule Pfarrer können mit ihrem Partner im Pfarrhaus leben.  
	c)  Mehr Pfarrer können immer mit ihrem Partner im Pfarrhaus leben.  
	
	5. Welcher Satz ist grammatikalisch nicht richtig?   
	a)  Ihm wäre es gut, wenn homosexuelle Geistliche auf ein Amt in der Kirche verzichten.
	b)  Die toleranteren Vertreter der evangelischen Kirche stimmen der Neuerung des Pfarrdienstgesetzes zu.  
	c)  Für Heterosexuelle ist es am leichtesten ein Pfarramt zu bekommen.
	
	
	Arbeitsauftrag
	Pfarrer und Pfarrerinnen repräsentieren die Kirche und ihren Glauben und haben eine Vorbildfunktion für andere Menschen. Glaubt ihr, dass die evangelische Kirche eine gute Entscheidung getroffen hat? Sammelt in einer Pro- und Kontra-Tabelle Argumente für und gegen die homosexuelle Partnerschaft von Geistlichen.
	
	
	Autorinnen: Jennifer Stange/Natali Petala
	Redaktion: Ingo Pickel
&lt;img class=&quot;img&quot; width=&quot;1&quot; height=&quot;1&quot; src=&quot;http://zap.dw.de/run/run.dw?RUN.js=No&amp;DW.dom=www.dw-world.de&amp;DW.uri=%2Fdw%2Farticle%2F0%2C%2C15910324%2C00.html%3Fmaca%3Dde-DKpodcast_topthemamitvokabeln_de-2296-xml-mrss&amp;DW.maca=de-DKpodcast_topthemamitvokabeln_de-2296-xml-mrss&amp;DW.ct=1&amp;DW.loc=de_DE&amp;DW.oid=15910324&amp;DW.sid=10291&amp;DW.po=www.dw-world.de&amp;DW.pr=dw-world.de&amp;DW.cat0=Start&amp;DW.cat1=DEUTSCH%20LERNEN&amp;DW.cat2=Deutsch%20XXL&amp;DW.cat3=Deutsch%20Aktuell&amp;DW.cat4=Top-Thema&amp;DW.cat5=Top-Thema&amp;DW.title=Homosexuelle%20im%20Pfarrhaus&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;</description>
   <category>Deutsch XXL</category>
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   <pubDate>Fri, 27 Apr 2012 07:46:00 GMT</pubDate>
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  <item>
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   <title>Blinde Frauen ertasten Brustkrebs</title>
   <link>http://www.dw.de/dw/article/0,,15905381,00.html?maca=de-DKpodcast_topthemamitvokabeln_de-2296-xml-mrss</link>
   <description>In Deutschland erkranken jährlich 74.000 Frauen an Brustkrebs. Mehr als 17.000 sterben jedes Jahr daran. Oft wird die Krankheit zu spät erkannt. Nun helfen Blinde, auch kleinste Knoten rechtzeitig zu entdecken.&amp;lrm;
	Um Tumore so früh wie möglich zu erkennen, gibt es verschiedene Vorsorgeunter-suchungen wie zum Beispiel die Mammografie. Frauen sollten außerdem  einmal monatlich selbst ihre Brust abtasten. Zweimal pro Jahr sollte ein Gynäkologe diese Untersuchung vornehmen. Ärzte können aber nur Veränderungen von etwa 1,5 bis zwei Zentimetern ertasten.
	
	Blinde haben einen gut ausgebildeten Tastsinn. Deshalb können sie auch Knoten in der Brust fühlen, die nur wenige Millimeter groß sind. Das brachte den Duisburger Gynäkologen Dr. Frank Hoffmann auf die Idee, blinde Frauen als &quot;Medizinische Tastuntersucherinnen&quot; – kurz MTU – einzusetzen. Im Jahr 2006 gründete er die Initiative &quot;Discovering hands&quot;.
	
	Neun Monate dauert die Ausbildung zur medizinischen Tastuntersucherin und umfasst Themen wie Anatomie der weiblichen Brust, Therapie und Diagnostik.  Die Frauen lernen auch, mit Orientierungsstreifen zu arbeiten, um die weibliche Brust in vier Zonen aufzuteilen. So können sie Veränderungen genau lokalisieren und den Ort des Knotens exakt benennen. Für die Patientinnen nehmen sich die MTUs außerdem viel Zeit: 30 bis 60 Minuten dauert eine Untersuchung.
	
	Die bisherigen Erfahrungen mit MTUs sind gut: Bei 56 von etwa 450 Frauen wurden Veränderungen in der Brust erkannt. Außerdem wurden Knoten gefunden, die normalen Ärzten nicht aufgefallen wären. Die neue Methode soll die bekannten Verfahren jedoch nicht ersetzen. Hoffmann ist überzeugt, dass diese Tastmethode besonders für Entwicklungsländer, wo medizinische Geräte fehlen, gut geeignet ist. Für blinde Frauen könnten sich so ganz neue berufliche Möglichkeiten bieten.
	
	
	Glossar
	
	etwas ertasten – nur mit den Fingern etwas entdecken oder feststellen
	
	Brustkrebs, der – eine schwere Erkrankung der weiblichen Brüste 
	
	Knoten, der – hier: eine Veränderung im Körper, die sich wie ein Knoten anfühlt
	
	Tumor,der – eine Veränderung im Körper, die sich wie ein Knoten anfühlt und oft Krebs ist 
	
	Vorsorgeuntersuchung, die – Untersuchung beim Arzt, um Krankheiten rechtzeitig zu erkennen (z. B. Krebsvorsorge)
	
	Mammografie, die (aus dem Griechischen) – medizinische Untersuchung der Brust mit (Röntgen-)Strahlen
	
	etwas abtasten – etwas mit den Händen genau fühlen (hier: um Tumore zu erkennen)
	
	Gynäkologe/in, der/die (aus dem Griechischen) – der/die Frauenarzt/Frauenärztin
	
	eine Untersuchung vornehmen – eine Untersuchung machen/durchführen
	
	Tastsinn, der – die Fähigkeit, Dinge durch Anfassen mit den Fingern wahrzunehmen (Verb: tasten)
	
	gut ausgebildet – hier: gut entwickelt; ausgeprägt
	
	Initiative, die – hier: eine Gruppe, die sich für etwas Bestimmtes einsetzt
	
	Anatomie, die – die Wissenschaft vom Aufbau des menschlichen Körpers
	
	Diagnostik, die – alle Verfahren, die zur Feststellung einer Krankheit führen
	
	Orientierungsstreifen, der  – hier: Streifen, die an die Brust geklebt werden und bei der Brustuntersuchung helfen, den genauen Ort des Knotens benennen zu können 
	
	lokalisieren – die Lage von etwas genau bestimmen; genau sagen können, wo etwas ist
	
	etwas ersetzen – etwas gegen etwas anderes tauschen
	
	Entwicklungsland, das – ein Land, das wirtschaftlich wenig entwickelt ist
	
	
	Fragen zum Text
	
	1. Blinde Frauen werden bei der Vorsorgeuntersuchung eingesetzt, weil …
	a)  sie eine bessere Ausbildung im medizinischen Bereich haben als andere Menschen.
	b)  medizinische Geräte Tumore nicht erkennen können.  
	c)  sie besser ertasten können als nicht-blinde Menschen.
	
	2. Orientierungsstreifen werden benutzt, damit … 
	a)  Blinde ihren Weg zur gynäkologischen Praxis finden.
	b)  die Brust in verschiedene Bereiche aufgeteilt wird.
	c)  medizinische Tastuntersucherinnen wissen, wie der menschliche Körper aufgebaut ist. 
	
	3. Die Initiative &quot;Discovering hands&quot; …  
	a)  bietet blinden Frauen eine Ausbildung an.
	b)  unterstützt blinde Menschen bei der Suche nach einem neuen Berufszweig.
	c)  unterstützt an Brustkrebs erkrankte Frauen bei der Therapie. 
	
	4. Welcher Satz ist inhaltlich richtig? 
	a)  Bei vielen Frauen wird der Krebs viel zu spät bekannt. 
	b)  Tumore müssen so schnell wie möglich bedeckt werden. 
	c)  Mithilfe der Orientierungsstreifen können blinde Frauen den exakten Ort des Tumors benennen.
	
	5. In welchem Satz wird das richtige Verb verwendet?  
	a)  Die Brust der Frau wird mithilfe des Orientierungsstreifens in vier Zonen verteilt.
	b)  Einige der Knoten sind den Ärzten nicht aufgefallen.
	c)  Die neue Methode der Brustuntersuchung entsetzt nicht die bekannten Verfahren.
	
	
	Arbeitsauftrag
	Blinde Menschen haben einen sehr guten Tastsinn, den sie zum Beispiel für medizinische Untersuchungen einsetzen können. Kennt ihr andere Fälle, in denen Menschen mit einer speziellen Behinderung besondere Fähigkeiten in einem bestimmten Bereich haben? Sammelt Informationen dazu und stellt eure Ergebnisse in der Gruppe vor.
	
	                                                                                 
	                                                                                  Autorinnen: Gudrun Heise/Natali Petala
	                                                                                                                Redaktion: Ingo Pickel

	 
&lt;img class=&quot;img&quot; width=&quot;1&quot; height=&quot;1&quot; src=&quot;http://zap.dw.de/run/run.dw?RUN.js=No&amp;DW.dom=www.dw-world.de&amp;DW.uri=%2Fdw%2Farticle%2F0%2C%2C15905381%2C00.html%3Fmaca%3Dde-DKpodcast_topthemamitvokabeln_de-2296-xml-mrss&amp;DW.maca=de-DKpodcast_topthemamitvokabeln_de-2296-xml-mrss&amp;DW.ct=1&amp;DW.loc=de_DE&amp;DW.oid=15905381&amp;DW.sid=10291&amp;DW.po=www.dw-world.de&amp;DW.pr=dw-world.de&amp;DW.cat0=Start&amp;DW.cat1=DEUTSCH%20LERNEN&amp;DW.cat2=Deutsch%20XXL&amp;DW.cat3=Deutsch%20Aktuell&amp;DW.cat4=Top-Thema&amp;DW.cat5=Top-Thema&amp;DW.title=Blinde%20Frauen%20ertasten%20Brustkrebs&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;</description>
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   <pubDate>Tue, 24 Apr 2012 12:34:00 GMT</pubDate>
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   <title>Politiker zeigen Transparenz</title>
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   <description>Auf &quot;abgeordnetenwatch.de&quot; kontrollieren Bürger Parlamentsvertreter. Die Abgeordneten antworten auf Fragen und legen Rechenschaft über ihr Verhalten ab. Die meisten Bürger und Politiker schätzen diese Kommunikationsform.
	abgeordnetenwatch.de ist eine Internetplattform, auf der jeder Bürger Politiker mit einer persönlichen E-Mail ansprechen und ihre Arbeit beurteilen kann. Die gemeinnützige Plattform setzt sich für sachliche und individuelle Kommunikation zwischen Bürgern und Politikern ein. Sie startete 2004 zunächst nur in Hamburg. Später weitete sich das Projekt auf ganz Deutschland aus. Mittlerweile findet man auf den Seiten alle Politiker und Parteien, die zur Wahl antreten dürfen.
	
	Ein wichtiger Teil der Arbeit von abgeordnetenwatch.de ist die Kontrolle der eingehenden Fragen, bevor sie an den Abgeordneten weitergegeben werden. Es gibt klare Regeln. Danach sind Fragen nach dem Privatleben ebenso verboten wie Gewaltverherrlichung und Rassismus, außerdem Massen-Mails und Fragen, die unter falschem Namen oder von Mitarbeitern der Webseite verfasst wurden. Alle Fragen und Antworten sind für Interessierte sichtbar und sollen so dem Prozess der politischen Meinungsbildung dienen.
	
	Diese Form der Kommunikation zwischen Politikern und Bürgern wird meist von beiden Seiten geschätzt. Die Politiker geben durch ihre Teilnahme an dem Frage-Antwort-Spiel Einblick in politische Prozesse. Das kommt bei den Bürgern an. Wer mitmacht, kann schon allein dadurch hoffen, mehr Wähler zu gewinnen. Aber immer mal wieder weigern sich einzelne Politiker, teilzunehmen. Der Journalist Stefan Niggemeier kann eine solche Ablehnung nicht verstehen. Er sieht darin &quot;ein bestürzendes Selbstverständnis von Menschen, die das Volk vertreten sollen&quot;, so der Blogger. Die Nutzer finden das Angebot jedenfalls gut. Laut abgeordnetenwatch.de besuchen 400.000 Personen pro Monat die Seite.
	
	
	Glossar
	
	Transparenz,, die – die Tatsache, dass man etwas offen sagt und zeigt
	
	Abgeordnete, der/die – jemand, der in ein Parlament gewählt wurde
	
	Plattform, die – hier: die Internetseite
	
	jemand legt Rechenschaft über etwas ab – hier: jemand erklärt sein persönliches Handeln in einer Sache
	
	etwas schätzen – etwas gut und wichtig finden
	
	gemeinnützig – so, dass es für die Gesellschaft nützlich ist
	
	sich einsetzen für etwas – für etwas kämpfen
	
	sich ausweiten – größer werden
	
	zur Wahl antreten – sich als Kandidat anmelden
	
	eingehen – hier: ankommen
	
	Verherrlichung, die – die Tatsache, dass man etwas besser bewertet als es ist (negativ)
	
	Rassismus, der – die Ansicht, dass bestimmte Menschengruppen wegen ihrer Hautfarbe besser sind als andere
	
	Meinungsbildung, die – der Vorgang, bei dem die Meinung entsteht
	
	Einblick in etwas geben – etwas öffentlich machen
	
	etwas kommt bei jemandem an – umgangssprachlich: etwas macht einen guten Eindruck; etwas gefällt jemandem
	
	sich weigern etwas zu tun – etwas nicht tun, weil man es nicht will
	
	bestürzend – erschreckend
	
	Selbstverständnis, das – die Meinung einer Person über sich selbst
	
	Blogger, der – jemand, der regelmäßig neue Beiträge auf seiner Webseite in Form eines Tagebuches veröffentlicht
	
	
	Fragen zum Text
	
	1.  Was stimmt nicht? Auf abgeordnetenwatch.de kann man über das Internet …
	a)  Abgeordneten eine persönliche Nachricht schicken.
	b)  die Arbeit von Politikern bewerten.
	c)  Informationen über das Privatleben von Politikern finden.
	
	2.  Fragen und Kommentare, die ... sind auf der Plattform erlaubt.
	a)  gewaltverherrlichend sind,
	b)  kritisch sind,
	c)  unter einem fremden Namen geschrieben wurden,
	
	3.  Was stimmt nicht? Die Politiker … durch die offene Kommunikation …
	a)  machen … politische Prozesse transparent.
	b)  kritisieren … andere Abgeordnete
	c)  erhöhen … ihre Chancen, gewählt zu werden
	
	4.  Wie lautet das richtige Relativpronomen? Hamburg ist die Stadt, in … abgeordnetenwatch.de entstanden ist.
	a)  der
	b)  die
	c)  den
	
	5.  Wie lautet das richtige Relativpronomen? E-Mails, in … rassistische Inhalte vorkommen, sind verboten.
	a)  den
	b)  denen
	c)  deren
	
	
	Arbeitsauftrag
	Besucht die Plattform abgeordnetenwatch.de im Internet. Wie findet ihr das Angebot? Gibt es so etwas in eurem Land? Sprecht darüber im Kurs.
	
	
	Autoren: Matthias von Hellfeld/Bettina Schwieger
	Redaktion: Ingo Pickel
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   <pubDate>Fri, 20 Apr 2012 11:48:00 GMT</pubDate>
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   <title>Die Toten Hosen – Popstars mit Haltung</title>
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   <description>Im April 1982 trat die Band &quot;Die Toten Hosen&quot; zum ersten Mal auf. Mittlerweile kennt sie in Deutschland fast jeder. Doch bis heute bleiben die Punkrocker sich und ihrer Stadt treu.&amp;lrm;
	Die Toten Hosen gehören zu Düsseldorf wie das Altbier und der Rhein. Die fünf Musiker sind Plattenmillionäre, haben viele Musikpreise gewonnen und zeigen soziales und sportliches Engagement. Bei ihrem ersten Konzert haben sie sich das sicher noch nicht träumen lassen.
	
	Den Durchbruch schafft die Band 1988 mit dem Album &quot;Ein kleines bisschen Horrorschau&quot; und dem Song &quot;Hier kommt Alex&quot;. Die einfachen Melodien und leicht verständlichen Texte begeistern das Publikum. In den nächsten Jahren erreichen ihre Songs regelmäßig die Charts. Das 1000. Konzert 1997 bedeutet dann aber fast das Ende für die Band. Denn der Tod einer 16-Jährigen im Gedränge vor der Bühne führt zu großen Diskussionen unter den Bandmitgliedern. Doch sie machen trotz der Krise weiter.
	
	Die Erfolgsgeschichte der &quot;Hosen&quot; ist beeindruckend. Musikkritiker Philipp Holstein erklärt sich das so: &quot;Die Jungs sind sich eigentlich treu geblieben. Ihre Haltung ist immer noch Punkrock&quot;, sagt er. Die Toten Hosen sind für ihre klaren Botschaften bekannt und machen zum Beispiel gegen Atomkraft oder Nazis mobil.
	
	Immer wieder zeigen sie ihre Vorliebe für ungewöhnliche Konzertorte. So treten Die Toten Hosen schon mal in den Wohnzimmern ihrer Fans auf, oder sie überraschen mit Gastauftritten im Gefängnis. Der Spaß steht dabei im Mittelpunkt. Der Sänger Campino sagt: &quot;Ich muss schon zugeben, dass ungefähr 90 Prozent aller Erlebnisse in meinem Leben, die ich als geil oder super bezeichnen würde, mit den Toten Hosen zusammenhängen&quot;.
	
	
	Glossar
	
	Haltung, die – hier: die Meinung
	
	sich treu bleiben – immer nach seinen Überzeugung und Prinzipien handeln
	
	Punkrocker, der – der Musiker, der Rockmusik macht, die sehr laut und schnell ist
	
	Altbier, das – ein dunkles Bier, das vor allem in der Region um Düsseldorf getrunken wird
	
	Plattenmillionär, der – ein Musiker, der mehr als eine Million Tonträger (z. B. CDs) verkauft hat
	
	Engagement, das – die Tatsache, dass man sich freiwillig für etwas (z. B. für soziale Gerechtigkeit) einsetzt (Verb: sich für etwas engagieren)
	
	sich etwas nicht träumen lassen – umgangssprachlich: sich etwas nicht vorstellen können
	
	den Durchbruch schaffen – hier: berühmt werden
	
	jemanden begeistern – jemandem sehr gut gefallen
	
	Charts, die (nur im Plural, aus dem Englischen) – eine meist wöchentliche Liste von Songs, die am meisten verkauft wurden
	
	Gedränge, das – eineSituation, in der viele Leute auf engem Raum zusammen sind (z. B. bei einem Rockkonzert)
	
	Botschaft, die – die Nachricht
	
	mobil machen – hier umgangssprachlich: Menschen dazu bringen, für oder gegen etwas zu kämpfen (eigentlich: mobilisieren)
	
	Nazi, der – eine Person, die die Ziele des Nationalsozialismus gut findet
	
	etwas steht im Mittelpunkt – etwas ist sehr wichtig
	
	geil – hier umgangssprachlich: toll
	
	mit etwas zusammenhängen – zu etwas gehören
	
	
	Fragen zum Text
	
	1. Was steht nicht im Text? Die Musiker der Band Die Toten Hosen …
	a) trinken gerne Altbier.
	b) haben schon mehr als eine Million Platten verkauft.
	c) engagieren sich im sozialen Bereich.
	
	2. Was ist falsch? Die Toten Hosen …
	a) mögen besondere Konzertorte.
	b) zeigen in den Texten ihre Überzeugungen.
	c) haben schwer zu verstehende Texte.
	
	3. Nach dem 1000. Konzert wollte die Band aufhören, weil …
	a) keiner ihrer Songs mehr in den Charts war.
	b) eine Jugendliche bei dem Konzert gestorben ist.
	c) sich die Band in einem Streit befand.
	
	4. Die Toten Hosen engagieren sich für ... Sport.
	a) dem
	b) der
	c) den
	
	5. Die Toten Hosen gehören zu … Heimatstadt wie der Rhein.
	a) ihr
	b) ihrer
	c) ihre
	
	
	Arbeitsauftrag
	Kennt ihr Die Toten Hosen? Schaut euch auf youtube Musikvideos der Band an (z. B. http://www.youtube.com/watch?v=u0eJwR16xhc&amp;amp;feature=autoplay&amp;amp;list=AL94UKMTqg-9DXiq3kAV2ziJ9KA2NcTWfP&amp;amp;lf=list_related&amp;amp;playnext=8) Gefällt euch die Musik? Welche deutsche Band findet ihr gut und warum? Diskutiert im Kurs.
	
	
	Autoren: Dagmar Dahmen /Bettina Schwieger
	Redaktion: Ingo Pickel
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   <pubDate>Tue, 17 Apr 2012 12:10:00 GMT</pubDate>
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   <title>Neue Bodenschätze in Deutschland</title>
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   <description>Seitdem die Rohstoffpreise weltweit explodiert sind, interessiert man sich in Deutschland wieder mehr für den Bergbau. Im Erzgebirge in Sachsen vermutet man sogar das größte Zinnerzlager der Welt.&amp;lrm;
	Am Gottesberg im sächsischen Erzgebirge bohrt man bis zu 400 Meter tief. Der Geologe Jörg Reichert, der dort die Probebohrungen leitet, sagt: &quot;Unter unseren Füßen lagern ungefähr 120.000 Tonnen Zinn.&quot; Wenn Reichert Recht hat, dann befindet sich dort das größte noch nicht erschlossene Zinnerzlager der Welt. Bei einem Preis von 18.000 Euro pro Tonne wäre dieser Fund Milliarden Euro wert. 
	
	Auch Professor Bernhard Cramer, Leiter des Sächsischen Oberbergamts in Freiberg, ist davon überzeugt, dass in Sachsens Bergbau sehr viel Potential steckt. Seit 2007 ist die Zahl der neuen Anträge auf Erkundung von Erz, die bei ihm eingegangen sind,stark gestiegen. Cramer sagt: &quot;Es hat in der 850-jährigen Bergbaugeschichte Sachsens bisher drei solcher Phasen gegeben. Jetzt erleben wir gerade das vierte Berggeschrei.&quot; So heißt traditionell der Wettlauf um Erz in Sachsen.
	
	Vor Jahren schon wurde der Bergbau in Sachsen eingestellt, weil er nicht mehr rentabel war. Heute jedoch machen ihn die weltweit gestiegenen Rohstoffpreise wieder attraktiv, obwohl die Löhne in Deutschland hoch sind und die Umweltschutzauflagen streng.
	
	Doch nicht alle sehen diese Schatzsuche als Chance. Die historische Bergbauregion am Gottesberg besitzt viele Kulturdenkmäler und Naturschutzgebiete. Sie bewirbt sich aus diesem Grund als UNESCO-Welkulturerbe. Volkmar Zschocke, Mitglied der Grünen in Sachsen, will verhindern, dass für die Region nur Dreck und Lärm übrig bleiben.Er fordert deshalb, dass Investoren zehn Prozent des gewonnen Rohstoffwertes an die Landesregierung abgeben.
	
	
	Glossar
	
	Bodenschätze, die – →Rohstoffe in und auf der Erde
	
	Rohstoff, der – ein Material aus der Natur, aus dem etwas hergestellt wird
	
	Bergbau, der – das Herausholen von Kohle, Metallen oder Salz aus dem Boden
	
	Zinn, das (nur Singular) – chemisches Element; ein Metall 
	
	Erz, das (Plural: Erze) – ein Mineral, das Metall enthält (z. B. Zinnerz)
	
	Lager, das – hier: ein Gebiet meistens unter der Erde, in dem sich Bodenschätze (vor allem Metalle) befinden (z. B. Erz); (Verb: lagern)
	
	Geologe/in, der/die– Wissenschaftler/in, der/die sich mit der Erde befasst
	
	Probebohrung, die – das Bohren in der Erde, das als Test dient
	
	erschließen – hier: etwas tun, damit etwas (z. B. Bodenschätze) genutzt werden können 
	
	in etwas steckt viel Potential– etwas kann sehr wichtig werden
	
	Erkundung, die – hier: die genaue Untersuchung eines bestimmten Gebietes 
	
	etwas einstellen– mit etwas aufhören
	
	rentabel – Gewinn bringend
	
	Auflage, die– die juristisch festgelegte Bedingung
	
	Denkmal, das– hier: ein Bau, der an jemanden oder etwas erinnern soll
	
	Weltkulturerbe, das– ein Titel von der UNESCO für etwas, das ganz besonders bedeutend für die Kultur ist und geschützt werden sollte
	
	Grünen, die– eine politische Partei, die sich besonders für Umweltpolitik einsetzt
	
	Investor/in, der/die– jemand, der die Herstellung von etwas finanziert, um später Geld damit zu verdienen (Verb: in etwas investieren)
	
	Landesregierung, die– die Regierung eines der 16 deutschen Bundesländer
	
	
	Fragen zum Text
	
	1. Die aktuell hohen Rohstoffpreise führen dazu, dass … 
	a) der Bergbau eingestellt werden muss.
	b) die Löhne in Deutschland steigen.
	c) viele Menschen neues Interesse am Bergbau haben.
	
	2. Der Geologe Jörg Reichert… 
	a) hat 120.000 Tonnen Zinn gefunden. 
	b) sucht Bodenschätze in einem bekannten sächsischen Bergbaugebiet.
	c) macht Gewinn mit einem 850 Jahre alten Zinnerzlager.
	
	3. &#039;Bergschrei&#039; wird in Sachsen traditionell … genannt. 
	a) der Schrei eines Bergbauers, der Gold gefunden hat,
	b) eine Phase, in der man intensiv Erz erschließt,
	c) die Zerstörung von Naturschutzgebieten durch Bergbau
	
	4. Welcher Satz ist falsch? 
	a) Das größte Zinnerzlager der Welt, das noch nicht erschlossen ist, vermutet man im Erzgebirge. 
	b) Das noch nicht erschlossen ist, vermutet man, das größte Zinnerzlager der Welt. 
	c) Im Erzgebirge vermutet man das größte Zinnerzlager der Welt, das noch nicht erschlossen ist. 
	
	5. Welcher Satz bringt die folgenden Worte in die richtige Reihenfolge? 
	beginnen, dann, die Ergebnisse, kann, wenn, vorliegen, der Probebohrung, der Abbau 
	a) Dann kann beginnen die Ergebnisse, wenn der Abbau der Probebohrung vorliegen.
	b) Wenn die Ergebnisse beginnen, dann kann der Abbau der Probebohrung vorliegen.
	c) Wenn die Ergebnisse der Probebohrung vorliegen, dann kann der Abbau beginnen.
	
	
	Arbeitsauftrag
	Recherchiert im Internet, welche Bodenschätze außer Zinnerz noch wichtig sind. Diskutiert in der Gruppe, warum man diese Bodenschätze braucht. Sammelt wichtige Begriffe, die mit Rohstoffverwertung zu tun haben.
	
	
	Autoren: Richard A. Fuchs/Natali Petala
	Redaktion: Ingo Pickel
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