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  <title>Langsam gesprochene Nachrichten | Deutsch lernen | Deutsche Welle</title>
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  <description>Verbessert euer Deutsch mit aktuellen Tagesnachrichten der Deutschen Welle – für Deutschlerner besonders langsam und deutlich gesprochen.</description>
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  <pubDate>Thu, 17 May 2012 02:18:14 GMT</pubDate>
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   <title>16.05.2012 – Langsam gesprochene Nachrichten</title>
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   <description>Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.
	***

	Deutschland und Frankreich wollen in der Europapolitik weiterhin eng zusammenarbeiten. Das bekräftigten Bundeskanzlerin Angela Merkel und der neue französische Präsident François Hollande in Berlin. So wollen beide Länder beim EU-Gipfel Ende Juni gemeinsame Vorschläge für mehr Wachstum im Euro-Raum präsentieren. Außerdem zeigten sich Merkel und Hollande einig, dass das hoch verschuldete Griechenland weiterhin unterstützt werden und in der Eurozone bleiben soll. Der Sozialist Hollande war nur wenige Stunden nach seiner Amtseinführung im Pariser Elysée-Palast zum Antrittsbesuch nach Berlin gereist. Er traf dort allerdings erst mit Verspätung ein, weil sein Flugzeug vom Blitz getroffen wurde und wieder umkehren musste. Hollande stieg daraufhin in eine andere Maschine um und brach erneut Richtung Deutschland auf.

	***

	In Griechenland berät Staatspräsident Karolos Papoulias an diesem Mittwoch mit den Vorsitzenden der Parteien über die Bildung einer Übergangsregierung. Sie soll das Land bis zu den angekündigten Neuwahlen führen. Diese sind nötig geworden, weil es Papoulias nach der Wahl vor anderthalb Wochen trotz mehrerer Anläufe nicht gelungen war, die zerstrittenen Parteien im griechischen Parlament zur Zusammenarbeit zu bewegen. Verfechter und Gegner der mit den internationalen Geldgebern vereinbarten Sparmaßnahmen hatten sich nicht auf einen gemeinsamen Kurs einigen können. Auch Papoulias&#039; jüngster Vorschlag, eine Expertenregierung zu bilden, stieß bei den Parteichefs nicht auf Zustimmung. Voraussichtlicher Termin für die Neuwahlen ist laut Medienberichten der 17. Juni.

	***

	Wenige Tage vor dem NATO-Gipfel in Chicago kommt der afghanische Präsident Hamid Karsai nach Deutschland. Er wird in Berlin von Kanzlerin Angela Merkel empfangen. Beide Politiker wollen ein Abkommen unterzeichnen, das die Zusammenarbeit zwischen Berlin und Kabul nach dem geplanten Ende des NATO-Kampfeinsatzes 2014 auf eine verbindliche Grundlage stellt. In dem Dokument werden unter anderem die deutsche Hilfe beim Wiederaufbau des Landes und die künftige wirtschaftliche Zusammenarbeit geregelt. Ein ähnliches Abkommen hat Afghanistan auch schon mit den USA geschlossen. Der NATO-Gipfel findet am kommenden Sonntag und Montag statt. Die Lage in Afghanistan wird dort eines der Hauptthemen sein.

	***

	Pakistan ist offenbar bereit, der NATO wieder die Grenzen für Nachschublieferungen an die Truppen im benachbarten Afghanistan zu öffnen. Darauf deuten Erklärungen aus Islamabad, Washington und Brüssel hin. Als Indiz für ein Ende der Blockade gilt auch die Einladung an den pakistanischen Präsidenten Asif Ali Zardari zum bevorstehenden NATO-Gipfel in Chicago. Die freien Routen nach Afghanistan sind auch wichtig für die Vorbereitung des geplanten Rückzugs der fremden Truppen vom Hindukusch. Pakistan hatte den Nachschub über sein Territorium vor einem halben Jahr nach einem US-Luftschlag gekappt, bei dem 24 pakistanische Soldaten getötet worden waren.

	***

	Vor dem UN-Kriegsverbrechertribunal in Den Haag beginnt an diesem Mittwoch der Prozess gegen den früheren Armeechef der bosnischen Serben, Radko Mladic. Die Anklage wirft dem 70-jährigen Ex-General Völkermord und Verbrechen gegen die Menschlichkeit während des Bosnien-Krieges vor. Er soll unter anderem eine zentrale Rolle beim Massaker von Srebrenica 1995 gespielt haben. Damals erschossen Kämpfer der bosnischen Serben etwa 8000 muslimische Männer und Jungen. Mladic war erst im vergangenen Jahr im Norden Serbiens festgenommen worden. Er hatte nach dem Krieg lange unbehelligt in Belgrad gelebt. Nach dem Sturz des serbischen Präsidenten Slobodan Milosevic im Jahr 2000 war er untergetaucht.</description>
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   <pubDate>Wed, 16 May 2012 09:25:00 GMT</pubDate>
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   <title>15.05.2012 – Langsam gesprochene Nachrichten</title>
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   <description>Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.
	***

	Gut eine Woche nach der Parlamentswahl in Griechenland hat sich Staatspräsident Karolos Papoulias für die Bildung eine Experten-Regierung ausgesprochen. Nach Agenturberichten will sich Papoulias an diesem Dienstag mit den Vorsitzenden fast aller im Parlament vertretenen Parteien treffen, um auszuloten, ob es dafür genügend Zustimmung gibt. Eine Expertenregierung würde nicht aus Parteipolitikern, sondern aus parteiunabhängigen Fachleuten bestehen. Sollten die Gespräche zu keinem Ergebnis führen, wären nach Ansicht von Beobachtern Neuwahlen kaum noch abzuwenden. Diese würden voraussichtlich Mitte Juni stattfinden. In den vergangenen Tagen waren bereits mehrere Versuche, eine neue Regierung zu bilden, gescheitert. Hauptgrund dafür ist, dass sich Gegner und Verfechter der Sparpolitik nicht einigen können. Die mit der Europäischen Union und dem Internationalen Währungsfonds vereinbarten Einsparungen sind Voraussetzung für die Auszahlung weiterer Finanzhilfen, ohne die Griechenland die Staatspleite droht.

	***

	Die Euro-Länder haben sich klar für einen Verbleib Griechenlands in der Währungsunion ausgesprochen. Nach einem Treffen der Eurogruppe in Brüssel sagte deren Chef Jean-Claude Juncker, er habe nicht einmal für eine Sekunde in Betracht gezogen, dass das Land den Euro verlasse. Entsprechende Forderungen seien Unsinn und Propaganda. Mit Blick auf das Ergebnis der jüngsten Parlamentswahl in Griechenland, aus der die radikalen Kräfte gestärkt hervorgegangen waren, sagte Juncker, die Demokratie müsse respektiert werden. Mit der Regierung, die nun hoffentlich gebildet werde, müsse man sich auseinandersetzen. Gleichzeitig betonte er die Notwendigkeit der Umsetzung des mit Athen vereinbarten Sparprogramms. --- Juncker äußerte sich auch zur Frage, wann seine Nachfolge geregelt wird. Demnach wird voraussichtlich Ende Juni entschieden, wer neuer Chef der Eurogruppe wird. Als Favorit für den Posten gilt Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble.

	***

	In Frankreich wird François Hollande an diesem Dienstag zum neuen Staatsoberhaupt gekürt. Im Pariser Elysée-Palast übergibt der scheidende konservative Präsident Nicolas Sarkozy die Amtsgeschäfte an seinen sozialistischen Nachfolger. Am Nachmittag will Hollande seinen neuen Regierungschef ernennen. Anschließend fliegt er zum Antrittsbesuch nach Berlin. Nach der Begrüßung mit militärischen Ehren trifft er zu einem Gespräch mit Bundeskanzlerin Angela Merkel zusammen. Hauptthema dürfte die Schuldenkrise in der Eurozone sein. Hollande hatte zuletzt verlangt, den europäischen Fiskalpakt mit seinen harten Sparauflagen um eine Wachstumsinitiative zu ergänzen. Dazu ist auch Merkel grundsätzlich bereit, sie will allerdings keine teuren Konjunkturprogramme auflegen.

	***

	Die deutsche Wirtschaft befindet sich auf kräftigem Wachstumskurs. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) stieg im ersten Quartal 2012 deutlich um 0,5 Prozent gegenüber dem Vorquartal, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte. Die Furcht vor einer Rezession, also einem über zwei Quartale schrumpfenden BIP, hat sich damit nicht bewahrheitet. Im vierten Quartal 2011 war das BIP um 0,2 Prozent geschrumpft. Positive Impulse lieferte vor allem der Export. Auch der Konsum im Inland lag über dem Niveau des Vorquartals, während die Investitionen zurückgingen.

	***

	Der größte deutsche Stahlkonzern ThyssenKrupp steckt weiter in den roten Zahlen. Im zweiten Quartal seines Geschäftsjahres 2011/12 stand unter dem Strich ein Verlust von 587 Millionen Euro, wie das Unternehmen in Essen mitteilte. Dem Konzern machen unter anderem der Preisdruck im Stahlgeschäft und Anlaufverluste bei den neuen Stahlwerken in Brasilien und den USA zu schaffen. Im Ende September 2011 abgelaufenen Geschäftsjahr war der Konzern wegen milliardenschwerer Abschreibungen auf seine amerikanische Stahlsparte und das Edelstahlgeschäft tief in die roten Zahlen gestürzt und hatte einen Nettoverlust von fast 1,8 Milliarden Euro verbucht.</description>
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   <pubDate>Tue, 15 May 2012 09:08:00 GMT</pubDate>
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   <title>14.05.2012 – Langsam gesprochene Nachrichten</title>
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   <description>Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.
	***

	Bei der vorgezogenen Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen haben SPD und Grüne eine satte Mehrheit geholt und können nun mit absoluter Mehrheit weiterregieren. Die CDU erlebte hingegen ein beispielloses Debakel und musste das bisher schlechteste Ergebnis im bevölkerungsreichsten Bundesland hinnehmen. Nach dem vorläufigen amtlichen Endergebnis kam die SPD auf 39,1 Prozent, die Grünen auf 11,3 Prozent. Die CDU stürzte auf 26,3 Prozent ab. Die FDP schaffte mit 8,6 Prozent den Wiedereinzug in den Landtag, die Piraten sind mit 7,8 Prozent ebenfalls vertreten. Dagegen scheiterte die Linke mit 2,5 Prozent an der Sperrklausel. Im Düsseldorfer Landtag kommt die SPD danach auf 99 Sitze, die CDU auf 67, die Grünen auf 29, die FDP auf 22 und die Piraten auf 20 Sitze. SPD und Grüne haben danach eine deutliche Mehrheit von 128 Mandaten im 237 Sitzen umfassenden Landtag. - Unmittelbar nach der ersten Prognose am Sonntagabend hatte der Spitzenkandidat der CDU, Bundesumweltminister Norbert Röttgen, seinen Rücktritt vom Vorsitz der Landespartei in NRW bekannt gegeben.

	***

	In Griechenland will Staatspräsident Karolos Papoulias weiter für die Bildung einer tragfähigen Koalitionsregierung kämpfen. Er kündigte am Sonntagabend überraschend an, dass er die Gespräche mit den Parteien an diesem Montag fortsetzen will. Sollten diese scheitern, müssten spätestens am 17. Juni Neuwahlen stattfinden. Zuvor waren Unterredungen mit den drei größten griechischen Parteien - den Konservativen, dem Bündnis der Radikalen Linken und den Sozialisten - weitgehend ohne Ergebnis geblieben. Am Abend sprach Papoulias dann auch mit den Vorsitzenden der kleineren Parteien.

	***

	Die Euro-Finanzminister kommen in Brüssel zusammen, um sich mit der Lage in Griechenland und Spanien zu befassen. Ein weiteres Thema ist die Besetzung mehrerer Spitzenposten, darunter die Leitung der Eurogruppe. Luxemburgs Regierungschef Jean-Claude Juncker will den Vorsitz der Euro-Finanzminister-Runde Ende Juni abgeben. Für das Amt gilt Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble als aussichtsreicher Kandidat. Er signalisierte bereits seine Bereitschaft, das Amt zu übernehmen. Schäubles Berufung dürfte allerdings auch vom Einverständnis des neu gewählten französischen Präsidenten François Hollande abhängen, der sich in der Frage noch nicht festgelegt hat.

	***

	Nach den Milliardenverlusten bei JPMorgan müssen einem Medienbericht zufolge drei Führungskräfte der US-Großbank ihren Hut nehmen. Unter anderem soll nach Angaben der Zeitung &quot;Wall Street Journal&quot; die langjährige Leiterin der Risikomanagementabteilung, Ina Drew, ihren Rücktritt bekannt geben. Bei den beiden anderen handelt es sich demnach um zwei leitende Angestellte in dem Londoner Büro, von dem die fehlgeschlagenen riskanten Transaktionen ausgegangen waren. Das New Yorker Geldinstitut hatte am Donnerstag eingeräumt, mit komplexen Finanzprodukten in den vergangenen sechs Wochen zwei Milliarden Dollar verloren zu haben. JPMorgan-Investmentchefin Drew ist eine der einflussreichsten Frauen an der Wall Street und erhielt im vergangenen Jahr ein Gehalt von 15,5 Millionen Dollar.

	***

	Der wegen eines falschen akademischen Titels in seinem Lebenslauf unter Druck geratene Yahoo-Chef Scott Thompson verlässt den US-Internetkonzern mit sofortiger Wirkung. Der bisher fürs Werbegeschäft zuständige Ross Levinsohn übernimmt nach Angaben von Yahoo nun den Chefposten, allerdings ausdrücklich nur als Zwischenlösung. Thompson stand seit Tagen unter Dauerfeuer des Großaktionärs Daniel Loeb, weil in seinem offiziellen Lebenslauf ein Bachelor-Abschluss in Computerwissenschaften aufgeführt war, den er gar nicht besitzt. Es ist schon der zweite unrühmliche Abgang eines Yahoo-Chefs binnen weniger Monate. Thompson war erst zu Jahresbeginn angetreten. Seine Vorgängerin Carol Bartz war gefeuert worden, weil sie es nicht geschafft hatte, den Umsatzschwund zu stoppen. Yahoo steht in scharfer Konkurrenz zu Google und Facebook bei der lukrativen Werbung im Internet.</description>
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   <pubDate>Mon, 14 May 2012 08:33:00 GMT</pubDate>
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   <title>13.05.2012 – Langsam gesprochene Nachrichten</title>
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   <description>Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Sonntag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.
	In Nordrhein-Westfalen wird ein neuer Landtag gewählt. In dem bevölkerungsreichsten Bundesland sind rund 13,2 Millionen Bürger zur Stimmabgabe aufgerufen. Der Landtag hatte sich im März vorzeitig aufgelöst, weil die rot-grüne Minderheitsregierung mit ihrem Haushalt für 2012 gescheitert war. SPD und Grüne hoffen bei den vorgezogenen Wahlen diesmal auf eine eigene Mehrheit für ihre Koalition unter Führung von Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD). Die CDU will mit Bundesumweltminister Norbert Röttgen an der Spitze die Macht in Düsseldorf zurückerobern. Umfragen sehen SPD und Grüne leicht vorne. Mit Spannung wird erwartet, ob die FDP wie am vergangenen Sonntag in Schleswig-Holstein den Einzug in den Landtag schafft. Gute Chancen in das Landesparlament einzuziehen, haben die Piraten. Bangen muss dagegen die Linke. In Nordrhein-Westfalen lebt mehr als ein Fünftel aller Wahlberechtigten in Deutschland. Die Abstimmung gilt deshalb als &#039;kleine Bundestagswahl&#039;.

	***

	Der griechische Staatspräsident Karolos Papoulias hofft, in letzter Minute doch noch Neuwahlen abwenden zu können. Nach den drei gescheiterten Anläufen zur Regierungsbildung will Papoulias an diesem Sonntag mit den Vorsitzenden der drei Parteien reden, die bei der Parlamentswahl die meisten Stimmen erzielt hatten. Dies waren die konservative Neue Demokratie, die Sozialisten und die Koalition der Radikalen Linken. Bislang scheiterten alle Sondierungsgespräche am Widerstand der Radikalen Linken, die das mit der EU und dem Internationalen Währungsfonds ausgehandelte Sparprogramm ablehnt. Die Bundesregierung ist nach eigenen Angaben vorbereitet auf einen möglichen Austritt Griechenlands aus der Eurozone.

	***

	In Afghanistan ist ein ranghohes Mitglied des sogenannten &quot;Hohen Friedensrates&quot; getötet worden, welcher für die Verhandlungen mit den radikalislamischen Taliban zuständig ist. Bei dem Getöteten handelt es sich um Arsala Rahmani, einen der engsten Berater von Staatschef Hamid Karsai. Der frühere Minister Rahmani wurde in der Hauptstadt Kabul aus einem fahrenden Wagen heraus erschossen.

	***

	In Spanien haben zehntausende Menschen landesweit gegen die Sparpolitik der Regierung protestiert. In Madrid kamen die Demonstranten am Samstagabend auf dem Platz Puerta del Sol zusammen und kündigten an, drei Tage bleiben zu wollen. Die Behörden der Hauptstadt erklärten, Zeltlager über Nacht würden nicht erlaubt. Weitere Protestmärsche gab es in Barcelona, Bilbao, Malaga und Sevilla. Die Demonstranten erinnerten auch an den Beginn der Protestaktionen der so genannten &quot;Empörten&quot;-Bewegung vor einem Jahr. Damals beteiligten sich Hunderttausende an den Demonstrationen und inspirierten andere in Spanien und Europa.

	***

	Im Jemen sind bei mutmaßlichen US-Drohnenangriffen nach Regierungsangaben mindestens zehn Mitglieder des Extremistennetzwerkes Al Kaida getötet worden. Zwei Fahrzeuge im Süden des Landes seien am Samstag Ziel eines Luftangriffs gewesen, teilte das Verteidigungsministerium mit. Der zweite Angriff habe sich im Osten des Landes ereignet. Bei einer Offensive hätten die Regierungstruppen des Landes zudem 15 Aufständische getötet, sagte ein Vertreter des Militärs.

	***

	Kurz vor dem Besuch des neuen französischen Präsidenten François Hollande in Berlin hat sich Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble für Maßnahmen zur Förderung des Wachstums in Europa ausgesprochen. Sinnvoll wären etwa Programme, um die Berufschancen junger Leute zu fördern. Konjunkturprogramme auf Pump lehne Deutschland aber ab. Höhere Schulden führten nicht zu mehr Wachstum, sagte der CDU-Politiker der &quot;Welt am Sonntag&quot;. Zugleich machte Schäuble deutlich, dass die Bundesregierung Abstriche beim Fiskalpakt ablehne. Es sei üblich, dass Verträge auch nach Wahlen ihre Gültigkeit behielten.</description>
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	Griechenland steuert auf Neuwahlen zu: Am Freitagabend scheiterte der dritte Anlauf zur Regierungsbildung. Der Parteichef der sozialistischen Pasok, Evangelos Venizelos, wird sein Mandat zur Regierungsbildung zurückgeben. Damit bleibt nach der Wahl vom vergangen Sonntag nur noch ein letzter Vermittlungsversuch von Präsident Karolos Papoulias, bevor die Griechen Mitte Juni erneut zu den Wahlurnen gerufen werden dürften. Umfragen zufolge können die Gegner des Sparkurses mit einem Sieg rechnen, was wiederum das Ende der Euro-Mitgliedschaft des Landes bedeuten dürfte. Die Ratingagentur Fitch bezeichnete Neuwahlen als ein Szenario das &quot;kritisch für Griechenland und die Euro-Zone&quot; sei. - Die Nachricht von der gescheiterten Regierungsbildung belastete die Gemeinschaftswährung: Der Euro fiel auf den tiefsten Stand zum Dollar seit Januar.

	***

	Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble hat bestätigt, dass sich die Bundesregierung auf einen Austritt Griechenlands aus der Euro-Zone vorbereitet. Schäuble sagte in einem Zeitungsinterview, zwar wolle die Bundesregierung nicht, dass Griechenland aussteige. Dennoch müsse man sich auf alle denkbaren Fallkonstellationen vorbereiten. Im Kern gehe es darum, Griechenland wieder wettbewerbsfähig zu machen. Hierzu sei es notwendig, dass die Reformen auch umgesetzt würden. Bundesbankpräsident Jens Weidmann warnte die griechische Regierung vor einem Bruch bestehender Verträge mit dem IWF und der EU. Wenn die neue Regierung in Athen nicht zu ihrem Wort stehe, dann sei das eine demokratische Entscheidung, sagte Weidmann. Daraus folge aber auch, dass die Grundlage für weitere Finanzhilfen entfalle.

	***

	Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat die Bankenreform in Spanien begrüßt. Die umfassenden Maßnahmen seien eine effektive Antwort auf die Anfälligkeiten des Bankensystems in Spanien, sagte IWF-Chefin Christine Lagarde in Washington. Zugleich werde eine größere Transparenz hergestellt, meinte Lagarde. Die vollständige Einführung dieser Maßnahmen werde helfen, das Vertrauen zu stärken und die Rückkehr der Wirtschaft zu Wachstum zu unterstützen, hieß es in einer schriftlichen Stellungnahme. Das von Rezession und Rekord-Arbeitslosigkeit geplagte Spanien hatte am Freitag zur Sanierung seines Finanzsystems so genannte Bad Banks eingeführt. Dabei handelt es sich um Auffanggesellschaften, denen die Banken ihre zweifelhaften Immobilienkredite übertragen sollen.

	***

	Bei der Parlamentswahl in Algerien haben die Islamisten den erhofften klaren Sieg deutlich verfehlt. Die aus drei gemäßigt islamistischen Parteien bestehende Allianz &quot;Grünes Algerien&quot; wurde mit 48 Sitzen nur drittstärkste Kraft - sie sprach in ersten Reaktionen bereits von Wahlbetrug. Nach dem offiziellen Ergebnis wurde die regierende FLN-Partei von Präsident Abdelaziz Bouteflika mit Abstand wieder stärkste Kraft. Das Beobachterteam der Afrikanischen Union (AU) sprach von einer &quot;freien, transparenten, regulären und gerechten Wahl&quot;, berichtete die algerische Nachrichtenagentur APS. Die seit der Unabhängigkeit vor 50 Jahren regierende FLN verfehlte mit 220 Sitzen die absolute Mehrheit in der 462 Sitze umfassenden Volksvertretung. Sie behält jedoch gemeinsam mit ihrem Partner Demokratische Nationale Sammlung (RND) des Ministerpräsidenten Ahmed Ouyahia eine komfortable Mehrheit. Die RND wurde mit 68 Sitzen zweitstärkste Partei.

	***

	Die USA nehmen nach Mitteilung des Außenministeriums in Washington wieder einen Teil der Waffenlieferungen an das Golf-Königreich Bahrain auf. Die meisten Lieferungen waren im vergangenen Jahr aufgrund der Niederschlagungen von Protesten gegen das Königshaus ausgesetzt worden. Die Freigabe militärischer Hilfslieferungen erfolge, weil diese notwendig für die Verteidigung Bahrains seien, teilte das US-Außenministerium mit. Erst am Freitag setzte die bahrainische Bereitschaftspolizei Tränengas- und Blendgranaten gegen regierungskritische Demonstranten ein. Seit der blutigen Niederschlagung wochenlanger Proteste gegen die sunnitische Herrscherfamilie im März 2011 mithilfe saudiarabischer Truppen ist die Lage stark angespannt. Seit Wochen gibt es immer wieder Proteste und Gewalt. Dutzende Menschen sind im Zuge der Unruhen bislang ums Leben gekommen. In dem Königreich ist die 5. US-Flotte stationiert.</description>
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	In Griechenland setzt der Vorsitzende der sozialistischen Pasok-Partei, Evangelos Venizelos, an diesem Freitag seine Gespräche zur Bildung einer neuen Regierung fort. In Athen kommt er mit dem Chef der konservativen &quot;Nea Dimokratia&quot;, Antonis Samaras, zusammen. Die beiden großen Parteien haben bei der Wahl am vergangenen Sonntag ihre Mehrheit im Parlament verloren und sind auf weitere Koalitionspartner angewiesen. Sozialisten-Chef Venizelos hatte nach einem Sondierungstreffen mit der gemäßigten Demokratischen Linken - Dimar - von einem &quot;guten Omen&quot; für eine mögliche Koalition gesprochen. Er kündigte an, eine Einheitsregierung aus pro-europäischen Kräften schmieden zu wollen. Venizelos ist nach dem Konservativen Antonis Samaras und dem Linksradikalen Alexis Tsipras bereits der dritte griechische Spitzenpolitiker, der sich mit der Regierungsbildung versucht.

	***

	Der UN-Sicherheitsrat hat den folgenschwersten Anschlag in Syrien seit Beginn des Aufstandes gegen Staatspräsident Baschar al-Assad scharf verurteilt. In einer gemeinsamen Erklärung der 15 Ratsmitglieder forderte das höchste Gremium der Vereinten Nationen die Konfliktparteien abermals auf, die Gewalt zu beenden und den Friedensplan des Sondergesandten Kofi Annan umzusetzen. Bei der Explosion zweier Bomben waren am Donnerstag in Damaskus nach offiziellen Angaben mindestens 55 Menschen getötet worden, mehrere hundert wurden verletzt. Die syrische Führung machte &quot;Terroristen&quot; für den Anschlag verantwortlich. Vertreter der Opposition wiesen jede Verantwortung zurück.

	***

	Erstmals seit Beginn des Arabischen Frühlings ist in Algerien ein neues Parlament gewählt worden. Erste Ergebnisse sollen an diesem Freitag bekanntgegeben werden. Politische Beobachter rechnen damit, dass die Nationale Befreiungsfront (FLN) von Präsident Abdelaziz Bouteflika an Boden verlieren wird. Islamisten dürften hingegen gestärkt aus der Wahl vom Donnerstag hervorgehen. Um die 462 Parlamentssitze hatten sich nach offiziellen Angaben Tausende Kandidaten aus 44 Parteien beworben, von denen viele erst in diesem Jahr zugelassen wurden. Wie aus Algier verlautete, war das Interesse der Bevölkerung an der Wahl jedoch eher gering. Die politische Macht des algerischen Parlaments gilt als beschränkt.

	***

	Frankreichs künftiger Präsident François Hollande will Mitte kommender Woche seine neue Regierung präsentieren. Er werde noch vor einem für Dienstag geplanten Treffen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel in Berlin den Premierminister ernennen, bis Mittwochabend werde dann die gesamte Regierung stehen, teilte der sozialistische Politiker mit. Die offizielle Übergabe des Präsidentenamts durch den bisherigen Staatschef Nicolas Sarkozy soll am Dienstagvormittag erfolgen. Hollande will den EU-Fiskalpakt für mehr Haushaltsdisziplin um eine Wachstumskomponente ergänzen. Eine Neuverhandlung des unterzeichneten und in einigen Ländern bereits ratifizierten Abkommens schließt Merkel allerdings aus.

	***

	Die US-Großbank JPMorgan Chase hat durch ein riskantes Handelsgeschäft einen Milliardenverlust erlitten. Der Betrag beläuft sich auf umgerechnet etwa 1,54 Milliarden Euro. Bei dem Geschäft ging es um sogenannte Finanzderivate, die das Kreditinstitut eigentlich gegen Risiken absichern sollten. Bank-Chef Jamie Dimon räumte vor Journalisten ein, es habe Fehler, Schlampereien und schlechtes Urteilsvermögen gegeben.</description>
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   <pubDate>Fri, 11 May 2012 08:52:00 GMT</pubDate>
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   <title>10.05.2012 – Langsam gesprochene Nachrichten</title>
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   <description>Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.
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	Die syrische Hauptstadt Damaskus ist in den Morgenstunden von zwei Sprengstoffanschlägen erschüttert worden. Das Staatsfernsehen berichtete von zahlreichen Toten und Verletzten und machte wie üblich &quot;Terroristen&quot; dafür verantwortlich, eine Umschreibung für die Widerstandsbewegung. Gezeigt wurden Leichen in ausgebrannten Autos. Eine der beiden Bomben soll im Süden der Stadt in der Nähe eines Komplexes der Sicherheitskräfte detoniert sein.

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	Nach dem vergeblichen Bemühen von Konservativen und Radikalen Linken will jetzt der Sozialist Evangelos Venizelos einen Versuch zur Bildung einer neuen griechischen Regierung unternehmen. Angesichts der Mehrheitsverhältnisse im Parlament und der gegensätzlichen Positionen der Parteien zur Spar- und Schuldenpolitik wird aber nicht mit einer Lösung gerechnet, sondern mit Neuwahlen am 17. Juni. Der Führer der linksradikalen Partei Syriza, Alexis Tsipras, musste in Athen einräumen, dass er in der Ablehnung des Sparpakets zwar eine breite Unterstützung der Wähler habe, aber im Parlament keine Basis für eine linksgerichtete Regierung. Die EU hatte am Mittwoch bekräftigt, dass die Griechen nur bei strikter Einhaltung der Reformvereinbarungen mit weiteren Milliardenhilfen rechnen könnten.

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	Die spanische Regierung hat die Übernahme der Kontrolle über die kriselnde Großbank Bankia angekündigt. Wirtschaftsminister Luis de Guindos teilte mit, dass die Regierung die Muttergesellschaft BFA, zu der neben Bankia mehrere Sparkassen gehören, zu 100 Prozent verstaatlichen werde. Auf diese Weise werde der Staat größter Aktionär bei Bankia sein und über 45 Prozent des Kapitals der Bank verfügen. Das Geldinstitut gilt wegen seiner zahlreichen faulen Immobilienkredite als der größte Problemfall im spanischen Finanzsektor. Die spanische Regierung will am Freitag ihre Pläne für eine umfassende Bankenreform vorstellen, mit der sie die Probleme der Finanzinstitute in den Griff bekommen will.

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	US-Präsident Barack Obama hat sich erstmals öffentlich dafür eingesetzt, dass Schwule und Lesben heiraten können. Es sei für ihn wichtig, voranzugehen und zu betonen, dass gleichgeschlechtliche Paare heiraten können sollten, sagte Obama in einem Interview des Senders ABC. Er habe in den vergangenen Jahren viele Gespräche über das Thema geführt, sagte Obama weiter. Bisher hatte sich der Präsident lediglich für eingetragene Partnerschaften von Homosexuellen und Lesben stark gemacht. Der Präsident war seit langem von Bürgerrechtsgruppen aufgefordert worden, Stellung zu beziehen. Obamas wahrscheinlicher republikanischer Herausforderer, Mitt Romney, erklärte umgehend, er lehne Homo-Ehe und anerkannte gleichgeschlechtliche Partnerschaften ab. Die Homo-Ehe ist eines der umstrittensten gesellschaftlichen Themen in den USA.

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	Vor der Abstimmung im Deutschen Bundestag an diesem Donnerstag hat die sozialdemokratische Opposition ihre Bedenken gegen die Ausweitung der Anti-Piraten-Mission &quot;Atalanta&quot; bekräftigt. Der Parlamentarische Geschäftsführer der SPD-Fraktion, Thomas Oppermann, befürchtet negative Folgen für die somalische Bevölkerung. Die Luftangriffe auf den somalischen Küstenstreifen auszudehnen, sei &quot;hochgefährlich&quot; und gefährde die Zivilbevölkerung, sagte Oppermann im 1. Deutschen Fernsehen. Die SPD-Fraktion wollte das erweiterte Mandat der Bundeswehr für &quot;Atalanta&quot; ablehnen, obwohl Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier für eine Stimmenthaltung geworben hatte. Dies hatte für heftige Reaktionen bei Union und FDP gesorgt. Die Regierungspläne sehen vor, dass die Bundeswehr aus der Luft bis zu einer Tiefe von zwei Kilometern auch am Strand von Somalia gegen die Logistik der Piraten vorgehen könnte.</description>
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   <pubDate>Thu, 10 May 2012 09:15:00 GMT</pubDate>
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   <title>09.05.2012 – Langsam gesprochene Nachrichten</title>
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   <description>Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.
	Die amerikanischen Geheimdienste haben den geplanten Anschlag des Terrornetzwerks Al Kaida auf ein Passagierflugzeug offenbar durch den Einsatz eines Agenten vereiteln können. Wie US-Medien berichten, soll der Al-Kaida-Ableger im Jemen ausgerechnet einem eingeschleusten Informanten die Aufgabe übertragen haben, die Bombe an Bord einer Linienmaschine in die USA zu bringen und zu zünden. Der Mann habe den Sprengsatz jedoch der CIA übergeben, die mit saudi-arabischen und anderen Diensten kooperiert habe. Die Angaben des Agenten sollen zudem die gezielte Tötung des Al-Kaida-Führungsmitglieds Fahd al-Kuso ermöglicht haben.

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	Nach dem Scheitern der Konservativen versuchen sich jetzt die Radikalen Linken an der Regierungsbildung in Griechenland. Sie lehnen die für das Land vereinbarte Sparpolitik und Schuldenbewältigung grundsätzlich ab. Die Athener Zusagen zum Euro-Rettungspaket seien null und nichtig, erklärte Parteichef Alexis Tsipras. Seinen Sondierungsgesprächen werden damit wenig Chancen zugeschrieben, Neuwahlen gelten als wahrscheinlich. Angesichts dessen wächst die Sorge in der EU, dass das pleitebedrohte Land auf längere Zeit unregierbar bleibt und das ganze Rettungsprogramm scheitern könnte. Der Präsident des Europäischen Parlaments, Martin Schulz, warnte die Parteien in Athen, eine stabile Regierung, die sich an die Absprachen halte, sei Grundvoraussetzung für weitere Unterstützung.

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	Die in Haft erkrankte ukrainische Ex-Regierungschefin Julia Timoschenko ist aus ihrer Gefängniszelle in Charkow in ein örtliches Krankenhaus verlegt worden. Dies bestätigten die Justizbehörden. Der Transport der Oppositionsführerin ist laut Medienberichten in Begleitung des Neurologen Lutz Harms von der Berliner Klinik Charité erfolgt, der die 51-Jährige nun behandeln soll. Timoschenko hatte angekündigt, nach der Verlegung ihren Hungerstreik abzubrechen. Wegen des Falles ist das Co-Gastgeberland der Fußball-Europameisterschaft scharfer internationaler Kritik und Boykottdrohungen ausgesetzt. Beobachter werfen Staatspräsident Viktor Janukowitsch vor, seine politische Rivalin &quot;kaltstellen&quot; zu wollen.

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	Bei neuen Protesten der russischen Opposition gegen den Ämtertausch zwischen Präsident Wladimir Putin und Regierungschef Dmitri Medwedew hat die Polizei mindestens 40 Menschen festgenommen. Wie die Agentur Interfax meldet, waren darunter auch der Internetblogger Alexej Nawalny sowie die Fernsehmoderatorin Xenia Sobtschak. Auch Journalisten seien trotz Kennzeichnung bei den Kundgebungen in Moskau von der Polizei bedrängt worden. Am Dienstag war Ex-Präsident Dmitri Medwedew von der Staatsduma zum Regierungschef gewählt worden. Wladimir Putin war am Montag zum neuen Präsidenten ernannt worden. Es ist die dritte Amtszeit Putins als Präsident und die zweite Amtszeit Medwedews als Regierungschef. Beide hatten den Ämtertausch vor Monaten vereinbart.

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	Libysche Milizen haben versucht, den Amtssitz von Übergangsministerpräsident Abdurrahim el Keib in Tripolis zu stürmen. Bei dem daraus entstandenen Feuergefecht zwischen Sicherheitskräften und etwa 200 Milizionären wurde eine Person getötet, es gab zudem mehrere Verletzte. Die ehemaligen Aufständischen hätten die Auszahlung ihres Solds verlangt, berichtete ein Regierungssprecher weiter. Wegen weitverbreiteten Betrugs hatte das Übergangskabinett die Zahlungen aus einem Bonus-System im April gestoppt. Ex-Rebellen, die für den Sturz des Herrschers Muammar al-Gaddafi gekämpft hatten, sollten Entschädigungen erhalten oder für eine Entwaffnung entlohnt werden.

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	Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich hat angesichts der jüngsten Ausschreitungen die Drohungen an die Salafisten verschärft. &quot;Wir werden uns in Deutschland keine Religionskriege aufzwingen lassen, weder von radikalen Salafisten noch von extremen Parteien&quot;, sagte Friedrich der &quot;Rheinischen Post&quot;. Der Innenminister ergänzte, es gebe eine ideologische Nähe der Salafisten zum Terrornetzwerk Al Kaida. In Bonn war es bei einer Kundgebung der rechtsextremen Splitterpartei &quot;Pro NRW&quot; und einer Gegendemonstration der Salafisten zu Ausschreitungen gekommen. 29 Polizisten wurden verletzt. In Köln verhinderte ein Großaufgebot der Polizei neue Gewalt bei einer weiteren Kundgebung der Rechtsextremen.

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	Der deutsche Außenhandel hat im März 2012 neue Rekordwerte erzielt. Wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte, führten die deutschen Unternehmen Waren im Wert von 98,9 Milliarden Euro aus - dies war der höchste Monatswert seit Beginn der Erhebungen im Jahr 1950. Auch die Einfuhren erreichten demnach einen neuen Höchstwert: Importiert wurden im März Waren im Wert von 81,5 Milliarden Euro.</description>
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   <pubDate>Wed, 9 May 2012 08:58:00 GMT</pubDate>
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   <title>08.05.2012 – Langsam gesprochene Nachrichten</title>
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   <description>Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.
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	Der US-Auslandsgeheimdienst CIA soll nach Angaben aus Regierungskreisen einen Anschlag der Al-Kaida auf ein Passagierflugzeug vereitelt haben. Das Attentat des jemenitischen Arms der Terrororganisation hätte rund um den Jahrestag der Tötung von Al-Kaida-Chef Osama bin Laden stattfinden und eine Maschine auf dem Weg in die USA zerstören sollen, hieß es in Washington. Die CIA sei aber eingeschritten, bevor der mutmaßliche Selbstmordattentäter ein Ticket gekauft habe, sagten die Gewährsleute. - Die sichergestellte Bombe soll eine Weiterentwicklung jener in der Unterwäsche versteckten Bombe sein, wie sie im Dezember 2009 in einem Flugzeug über Detroit zum Einsatz kommen sollte, aber nicht explodierte.

	***

	In Israel gibt es doch keine vorgezogenen Neuwahlen: Ministerpräsident Benjamin Netanjahu vom rechtsgerichteten Likud und der Chef der bürgerlichen Kadima, Schaul Mofas, einigten sich anstatt dessen überraschend auf eine Regierung der Nationalen Einheit. Dies wurde jetzt von Präsident Schimon Peres bestätigt. Mofas, Führer der größten Oppositionspartei, soll stellvertretender Ministerpräsident sowie Minister ohne Geschäftsbereich werden. - Ursprünglich waren für September vorgezogene Wahlen geplant. Hintergrund sind innenpolitische Spannungen. Im Zentrum steht der Streit in der Regierungskoalition über ein Gesetz, das es bislang Tausenden strengreligiösen Juden ermöglicht, den Armeedienst zu umgehen.

	***

	Einen Tag nach dem Wahldebakel der beiden bisher in Griechenland regierenden Parteien sind erste Versuche zu einer Regierungsbildung gescheitert. Der von Präsident Karolos Papoulias zunächst beauftragte Chef der Konservativen, Antonis Samaras, warf schon nach wenigen Stunden das Handtuch. Papoulias wird nun den Vorsitzenden der Linksallianz Syriza, Alexis Tsipras, mit der Regierungsbildung betrauen. Die Linksallianz, die bei der Wahl zweitstärkste Kraft wurde, lehnt allerdings ein Bündnis mit den Konservativen ab. Syriza-Chef Tsipras will stattdessen eine Koalition der Linken schmieden, um das nach seiner Auffassung &quot;barbarische&quot; Spardiktat der internationalen Geldgeber zu kippen.

	***

	Eurogruppen-Chef Jean-Claude Juncker hat der Forderung des künftigen französischen Präsidenten François Hollande nach einer Neuverhandlung des Fiskalpakts eine Absage erteilt. Eine Totalaufschlüsselung dieses Vertrages gehe nicht und das habe er Hollande in einem Telefonat auch gesagt, betonte Juncker im ZDF. Der Eurogruppen-Chef ergänzte, es sei aber richtig, dass nicht nur Einsparungen auf die Agenda gesetzt werden könnten, Europa brauche auch Wachstumsimpulse und Perspektiven. - Die Wahlergebnisse in Griechenland zeigten, wohin Hoffnungslosigkeit führe.

	***

	China hat die einzige englischsprachige Reporterin des arabischen TV-Senders &quot;Al Dschasira&quot; ausgewiesen. Es ist das erste Mal seit 1998, dass Peking einen akkreditierten ausländischen Journalisten abschiebt. Man habe keine andere Wahl, als das Büro für den englischsprachigen Dienst zu schließen, teilte der in Katar ansässige Sender mit. Visum und andere Papier der Journalistin Melissa Chan seien nicht verlängert worden. Anlass für die Ausweisung könnte eine Dokumentation von &quot;Al Dschasira&quot; über Zwangsarbeit und Arbeitslager in der Volksrepublik sein. - Chan ist US-Bürgerin und seit fünf Jahren für den Sender in China tätig. Die Ausweisung wird als härtere Gangart der chinesischen Regierung gegen ausländische Medien betrachtet.

	***

	Das amerikanische und das chinesische Verteidigungsministerium wollen bei Fragen der Computersicherheit künftig zusammen arbeiten. Ziel sei es, Fehleinschätzungen zu vermeiden, die zu Krisen führen könnten, sagte US-Verteidigungsminister Leon Panetta. Vor sechs Monaten hatte der amerikanische Geheimdienst China öffentlich beschuldigt, hinter Hackerangriffen auf die USA zu stecken.

	***

	Nach den schweren Ausschreitungen in Bonn hat die Polizei Hinweise auf geplante Gewalttaten von Salafisten auch in Köln. Dort ist für diesen Dienstag eine Wahlkampf-Kundgebung der rechtsextremen Splitterpartei &quot;Pro NRW&quot; angesetzt. Die Behörden haben deshalb mehr als 100 radikalen Islamisten verboten, Kölner Stadtgebiet zu betreten, wie das nordrhein-westfälische Innenministerium bestätigte. Außerdem sollen die Rechtsextremisten von &quot;Pro NRW&quot; nicht in unmittelbarer Nähe der Moschee demonstrieren und auch die islamkritischen Karikaturen nicht zeigen dürfen. Allerdings hatten Verwaltungsgerichte in Minden und Arnsberg zuvor das Zeigen der Mohammed-Karikaturen erlaubt.</description>
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   <pubDate>Tue, 8 May 2012 09:09:00 GMT</pubDate>
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   <title>07.05.2012 – Langsam gesprochene Nachrichten</title>
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   <description>Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Montag– als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.
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	Nach der Parlamentswahl in Griechenland wird eine schwierige Regierungsbildung erwartet. Nach Auszählung von mehr als 95 Prozent der Stimmen stellen die bisherigen Koalitionsparteien - die konservative Nea Dimokratia und die sozialdemokratische PASOK - zusammen nur noch 150 der insgesamt 300 Abgeordneten im Athener Parlament. Bislang verfügten die Verfechter des umstrittenen Sparprogramms über 251 Mandate. Beide Parteien bekundeten aber ihren Willen, gemeinsam mit weiteren Kräften eine Regierung der nationalen Einheit bilden zu wollen. Der Vorsitzende der Konservativen, Antonis Samaras, erklärte, Bedingung dafür sei der Verbleib Griechenlands in der Eurozone und die Fortsetzung des Sparkurses, verbunden allerdings mit einem Wachstumsprogramm. Wahlsieger sind vor allem kleinere radikale Parteien, die das Sparpaket ablehnen. Die linksradikale Syriza-Partei schaffte es nach den Konservativen auf Platz zwei, die PASOK muss sich mit dem dritten Rang begnügen. Im Parlament werden künftig sieben Parteien vertreten sein, darunter erstmals auch eine faschistische Gruppierung.

	***

	Zum ersten Mal seit 17 Jahren hat Frankreich wieder einen sozialistischen Präsidenten: Francois Hollande schlug in der zweiten und entscheidenden Runde der Präsidentenwahl den konservativen Amtsinhaber Nicolas Sarkozy deutlich. Zehntausende Anhänger Hollandes feierten auf der Place de la Bastille in Paris den Sieg ihres Kandidaten. Hollande kam auf einen Stimmenanteil von 51,7 Prozent, Sarkozy auf 48,3 Prozent. Hollande rief die Franzosen in seiner ersten Rede nach der Wahl zur Einigkeit auf. Es gebe viele Aufgaben zu lösen, darunter in der Europapolitik, dem Bildungs- oder Umweltbereich. Mit dem Blick auf Europa betonte Hollande, er wolle die vor allem von Deutschland verfolgte Sparpolitik nicht unverändert weiterführen, sondern mehr auf Wirtschaftswachstum setzen. Bundeskanzlerin Angela Merkel gratulierte Hollande telefonisch zum Sieg. Die CDU-Chefin lud ihn ein, möglichst bald nach seiner Amtseinführung nach Berlin zu kommen.

	***

	Sorgen über den künftigen Wirtschaftskurs Europas nach den Wahlen in Griechenland und Frankreich haben die Aktienmärkte in Asien auf Talfahrt geschickt. An der Börse in Tokio verlor der Nikkei-Index für 225 führende Werte knapp 2,8 Prozent. Die Kurse in Singapur, Hongkong, Seoul, Taiwan und Australien gaben bis zu zwei Prozent nach. Der Euro geriet ebenfalls unter Druck, fiel unter die Marke von 1,30 Dollar und rutschte damit auf ein Drei-Monats-Tief. Auch an den Börsen in Europa und den USA werden Kursverluste erwartet. Übereinstimmend äußerten Analysten die Befürchtung, dass wegen des Wahlsiegs des Sozialisten François Hollande in Frankreich und der unklaren Lage in Griechenland die europäische Schuldenkrise wieder eskalieren könnte.

	***

	Unter den künftigen serbischen Präsidenten wird in einer Stichwahl zwischen Amtsinhaber Boris Tadic und seinem Herausforderer Tomislav Nikolic entschieden. Nach Zwischenergebnissen kam der europafreundliche Staatschef auf knapp 27 Prozent der Stimmen, sein nationalistischer Mitbewerber Nikolic auf gut 25 Prozent. Von der für die Wahl des Staatsoberhauptes im ersten Wahlgang notwendigen absoluten Mehrheit sind beide Kandidaten wie erwartet weit entfernt. Die parallel abgehaltene Parlamentswahl brachte offenbar keine nennenswerten Veränderungen der politischen Machtverhältnisse. Tadics Demokratische Partei kommt nach Hochrechnungen auf gut 23 Prozent, ihr Regierungspartner, die Sozialistische Partei auf knapp 17 Prozent. Alles deutet auf eine mögliche Fortsetzung der Koalition hin.

	***

	Bei der Landtagswahl in Schleswig-Holstein gibt es keinen klaren Sieger. Laut vorläufigem Endergebnis erreicht im nördlichsten Bundesland die CDU 30,8, die SPD liegt mit 30,4 Prozent knapp dahinter. Die Grünen sind drittstärkste Kraft. FDP und Piraten sitzen im Landtag, die Linkspartei scheitert deutlich an der Fünf-Prozent-Hürde. Die von der Sperrklausel befreite Partei der dänischen Minderheit - SSW - ist ebenfalls im Landtag vertreten. Die bisherige Koalition aus CDU und FDP hat keine Mehrheit mehr. Rechnerisch möglich sind eine große Koalition aus Christdemokraten und Sozialdemokraten sowie verschiedene Dreierbündnisse. Wunschbündnis der SPD ist, da es für rot-grün nicht reicht, eine Dreier-Koalition mit Grünen und SSW. Bundespolitisch interessant ist vor allem, dass es den Liberalen nach einer Serie von Wahlniederlagen gelungen ist, in Kiel erneut in den Landtag einzuziehen.</description>
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   <pubDate>Mon, 7 May 2012 09:38:00 GMT</pubDate>
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   <title>06.05.2012 – Langsam gesprochene Nachrichten</title>
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   <description>Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Sonntag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.
	 

	In Frankreich wird in einer Stichwahl darüber entschieden, ob Präsident Nicolas Sarkozy weitere fünf Jahre als Staatschef im Elysée-Palast in Paris bleibt oder von seinem sozialistischen Herausforderer François Hollande abgelöst wird. Fast 45 Millionen Bürger sind aufgerufen, bis 20 Uhr MESZ ihre Stimme abzugeben. Umfragen sehen den 57-jährigen Sozialistenchef mit bis zu sieben Prozentpunkten Vorsprung als klaren Favoriten. In der ersten Wahlrunde am 22. April lag Hollande etwa 1,5 Prozentpunkte vor Sarkozy. Entscheidend für den Ausgang der Stichwahl ist, wie die Wähler jener acht Mitbewerber um das Präsidentenamt abstimmen werden, die es nicht in den zweiten Wahlgang schafften. Im Wahlkampf hatte Hollande erklärt, er wolle den europäischen Fiskalpakt für mehr staatliche Haushaltsdisziplin neu aufschnüren und um Elemente zur Förderung des Wirtschaftswachstums ergänzen. Damit sorgte er in Deutschland für Besorgnis.

	***

	In Griechenland wird mitten in der schweren Finanzkrise des Landes ein neues Parlament gewählt. Die Abstimmung gilt als richtungweisende Entscheidung über die Spar- und Modernisierungspolitik, die die scheidende Regierung des Finanzexperten Lucas Papademos den internationalen Geldgebern zugesagt hat. Nach den jüngsten Umfragen werden die beiden großen Parteien, die konservative Nea Dimokratia und die sozialistische PASOK, die in den vergangenen Jahren das Debakel mit mehr als 300 Milliarden Euro Staatsschulden, einem nicht funktionierenden Steuersystem und einer mangelhaft entwickelten Volkswirtschaft verursacht haben, nicht einmal gemeinsam eine absolute Mehrheit erreichen. Erwartet werden eine Zersplitterung der Parteienlandschaft und deutliche Gewinne für radikale Parteien, die fast alle die Sparpolitik ablehnen.

	***

	 In Serbien sind die Bürger zur Wahl eines neuen Parlaments und eines neuen Staatschefs aufgerufen. Für das Präsidentenamt kandidieren zwölf Bewerber. In Umfragen lagen Amtsinhaber Boris Tadic von der Demokratischen Partei und Tomislav Nikolic von der nationalistisch und pro-russisch ausgerichteten Fortschrittspartei klar vorn. Es wird erwartet, dass es zwischen beiden am 20. Mai zu einer Stichwahl kommen wird. Bei der Abstimmung über die 250 Parlamentssitze werden Tadics pro-westlicher Partei gute Chancen vorhergesagt, zusammen mit kleineren Parteien wieder die Mehrheit erringen zu können. Die vorwiegend im Norden des Kosovo lebenden Serben wollen ebenfalls an den Abstimmungen teilnehmen. Anders als in den vergangenen Jahrzehnten wurde der Wahlkampf diesmal aber nicht vom Balkan-Konflikt bestimmt, sondern von Wirtschaftsthemen wie der steigenden Arbeitslosigkeit.

	***

	In der Kaukasus-Republik Armenien haben Parlamentswahlen begonnen. Als Favoritin gilt die Republikanische Partei von Präsident Sersch Sargasjan, gefolgt von der Partei Blühendes Armenien des Millionärs Gagik Zarukjan. Die Opposition ist mit dem Armenischen National-Kongress von Ex-Staatschef Lewon Ter-Petrosjan im Rennen. In der früheren Sowjetrepublik sind insgesamt 2,5 Millionen Bürger aufgerufen, die 131 Mandate im Parlament von Eriwan zu vergeben. Im Fokus des Wahlkampfs standen Themen wie Arbeitslosigkeit, Armut und Auswanderung, während langjährige Konflikte mit den Nachbarn Türkei und Aserbaidschan kaum eine Rolle spielten. Aserbaidschan verlangt unter Berufung auf das Völkerrecht von Armenien die Rückgabe der Konfliktregion Berg-Karabach. Die beiden Staaten hatten deswegen 1992 bis 1994 auch einen Krieg geführt, in dem rund 30.000 Menschen starben.

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	Die Bundesregierung erhöht im Fall der inhaftierten Oppositionsführerin Julia Timoschenko den Druck auf die Ukraine. Kanzlerin Angela Merkel werbe in der EU dafür, dass sämtliche Staats- und Regierungschefs den Fußball-Europameisterschaften in dem Land fernbleiben sollten, falls Timoschenko nicht freikomme, berichtet das Nachrichtenmagazin &quot;Der Spiegel&quot;. Merkel halte eine EU-weite Boykottdrohung für effektiver als den Alleingang einzelner Länder. Die Kanzlerin selbst will einen Besuch der deutschen EM-Spiele in der Ukraine von der weiteren Entwicklung des Konflikts abhängig machen. Die EU-Kommission kündigte bereits einen Boykott der EM-Spiele in dem osteuropäischen Land an. Timoschenkos Tochter Jewgenija bat nach Informationen der &quot;Bild am Sonntag&quot; unterdessen um Treffen mit Merkel und Bundespräsident Joachim Gauck. Sie komme am Montag nach Berlin, um an einer Tagung der Arbeitsgruppe Menschenrechte der Unions-Bundestagsfraktion teilzunehmen.</description>
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   <description>Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.
	Bei Zusammenstößen zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften ist in der ägyptischen Hauptstadt Kairo Medienberichten zufolge mindestens ein Mensch getötet worden. Fast 400 Personen seien verletzt worden, berichtete der arabische Sender Al-Dschasira unter Berufung auf Angaben des ägyptischen Gesundheitsministeriums. Drei Wochen vor der ersten freien Präsidentenwahl war es in Kairo erneut zu schweren Zusammenstößen zwischen Demonstranten und der Armee gekommen. Die Demonstranten forderten vor dem Verteidigungsministerium den Rücktritt des Chefs des regierenden Militärrates, Feldmarschall Hussein Tantawi, und warfen Steine auf die Soldaten. Die Armee setzte Wasserwerfer, Tränengas und Schlagstöcke ein. Der Militärrat verhängte eine nächtliche Ausgangssperre rund um das Ministerium. Unter den Demonstranten waren auch viele radikal-islamische Salafisten, die gegen den Ausschluss ihrer Kandidaten von der Wahl protestierten.

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	Die Bundesregierung will ihre politischen Forderungen an die Ukraine nicht auf die Lösung des Falles der Oppositionspolitikerin Julia Timoschenko beschränken. Vielmehr gehe es um eine Normalisierung des Umgangs der Führung in Kiew mit der Opposition insgesamt, sagte Innenminister Hans-Peter Friedrich der &quot;Bild am Sonntag&quot;. Zugleich begrüßte der CSU-Politiker die Boykott-Drohungen gegen die Fußball-Europameisterschaftsspiele in der Ukraine. Kiew wisse, dass Europa auf das osteuropäische Land schaue. Insofern seien die Drohungen hilfreich. SPD-Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier lehnt dagegen einen Boykott der Fußball-EM ab. Sportliche Wettbewerbe sollten nicht in den Dienst der Politik gestellt werden, erklärte Steinmeier. Auch biete die Europameisterschaft in der Ukraine den deutschen Spielern die Möglichkeit, offen ihre Meinung zu sagen. Der ukrainische Regierungschef Nikolai Asarow forderte den Westen auf, Berichte über angebliche Misshandlungen Timoschenkos nicht kritiklos zu übernehmen.

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	Die Übereinkunft zwischen China und den USA über eine mögliche Ausreise des blinden chinesischen Bürgerrechtlers Chen Guangcheng stößt auf vorsichtige Reaktionen. Das Versprechen erscheine hohl, solange der chinesische Staat die Familie des Aktivisten festhalte, heißt es in einer Mitteilung der Menschenrechtsorganisation Amnesty International. Amnesty-Vizedirektorin Catherine Baber wies darauf hin, dass die chinesische Regierung die Sicherheit und Freiheit Chens jahrelang missachtet habe. Nach tagelangem Ringen hatte Chinas Führung beim Besuch von US-Außenministerin Hillary Clinton in Peking angeboten, dass Chen Guangcheng eine Ausreise zum Studium beantragen könne. Der 40-Jährige war nach langem Hausarrest in seinem Heimatdorf in der Provinz Shandong entkommen und zwischenzeitlich in die US-Botschaft in Peking geflüchtet.

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	Bei einem US-Drohnenangriff im pakistanischen Grenzgebiet zu Afghanistan sind acht mutmaßliche Extremisten getötet worden. Der unbemannte Flugkörper feuerte pakistanischen Behördenangaben zufolge Raketen auf ein Gelände in Nord-Waziristan, das vermutlich als Unterschlupf radikaler Muslime gedient habe. Die schwer zugängliche Bergregion gilt als Rückzugsgebiet für Kämpfer der Extremistenorganisation Al-Kaida und der radikal-islamischen Taliban. Die Drohnenangriffe sind umstritten. Für das US-Militär sind sie ein wichtiges Mittel im Kampf gegen Extremisten. Dagegen sieht Pakistan durch die Attacken seine staatliche Souveränität verletzt und auch die Bemühungen erschwert, die militanten Islamisten in der Grenzregion zu isolieren.

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	Die Wähler in Großbritannien haben der konservativen Regierung von Premierminister David Cameron eine herbe Niederlage beigebracht. Bei der Kommunalwahl in 181 Gemeinden in Schottland, England und Wales verloren die Konservativen ersten Ergebnissen zufolge hunderte von Sitzen. Klarer Gewinner ist die oppositionelle Labour-Partei. Nach vorläufigen Hochrechnungen kommen Camarons Tories auf nur noch 31 Prozent der Stimmen, Labour liegt danach bei 38 Prozent. Unter anderem ging mit Birmingham die zweitgrößte britische Stadt an die Sozialdemokraten. In London konnte sich Bürgermeister Boris Johnson knapp gegen seinen Labour-Herausforderer Ken Livingstone behaupten und bleibt für vier weitere Jahre im Amt. Im Londoner Stadtparlament errang dagegen Labour die Mehrheit.</description>
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   <pubDate>Sat, 5 May 2012 09:34:00 GMT</pubDate>
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   <title>04.05.2012 – Langsam gesprochene Nachrichten</title>
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   <description>Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.
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	Die chinesische Regierung hat dem blinden Bürgerrechtler Chen Guangcheng eine mögliche Ausreise in Aussicht gestellt. Er könne einen Antrag zum Studium im Ausland stellen, teilte das Außenministerium in Peking mit. Zuvor hatte Chen in einem telefonischen Appell vom Krankenhaus aus um seine Ausreise in die USA gebeten. Er wolle dort aber nicht Asyl beantragen, sondern nur studieren. In Peking fühle er sich in ernster Gefahr, seine ganze Familie sei ungeschützt. US-Außenministerin Hillary Clinton hatte sich im Rahmen des laufenden strategischen und wirtschaftlichen Dialogs beider Länder mit Chinas Staats- und Parteichef Hu Jintao sowie mit Regierungschef Wen Jiabao getroffen. Auch bei den offiziellen Gesprächen dürfte der Fall des Bürgerrechtlers eine Rolle gespielt haben.

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	Der Streit um die inhaftierte ukrainische Oppositionspolitikerin Julia Timoschenko wird zur Belastungsprobe für die Beziehungen zwischen Berlin und Kiew. Der Vize-Präsident der Partei von Präsident Viktor Janukowitsch, Leonid Koschara, warnte Deutschland angesichts der Überlegungen für einen Boykott der Fußball-Europameisterschaft vor wirtschaftlichen Konsequenzen, wie &quot;Spiegel Online&quot; berichtete. Sollten Vereinbarungen wie das derzeit auf Eis liegende EU-Assoziierungsabkommen mit der Ukraine am Fall Timoschenko scheitern, würden auch die Wirtschaftsbeziehungen zur Bundesrepublik in Mitleidenschaft gezogen. Unterdessen haben alle Mitglieder der EU-Kommission angekündigt, sie wollten den Spielen der Europameisterschaft in der Ukraine fernbleiben.

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	Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy hat im Kampf um seine Wiederwahl einen herben Rückschlag hinnehmen müssen. Der populäre Liberale Francois Bayrou, in der ersten Runde ausgeschiedener Kandidat, stellte sich auf die Seite von Sarkozys Herausforderer, den Sozialisten Francois Hollande. Zur Begründung verwies er auf die Jagd des Präsidenten nach Stimmen im Lager der Rechtsextremen. Es ist das erste Mal in Jahrzehnten, dass sich ein liberaler Kandidat für einen Linken ausspricht. Bayrou kündigte in Paris an, in der Stichwahl am Sonntag für Hollande zu stimmen, verzichtete aber auf eine Wahlempfehlung für die Anhänger seiner Partei &quot;Demokratische Bewegung&quot;.

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	Facebook peilt bei seinem anstehenden Börsengang mehr als doppelt so hohe Einnahmen an wie bislang bekannt. Wie aus dem in New York aktualisierten Börsenprospekt hervorgeht, will das weltgrößte soziale Online-Netzwerk bis zu 11,8 Milliarden Dollar (knapp neun Milliarden Euro) erlösen. Die Preisspanne für eine Aktie setzte Facebook auf 28 bis 35 Dollar fest. Der genaue Preis wird erst später festgelegt. Schon jetzt ist klar, dass es der größte Börsengang einer Internetfirma in der Geschichte wäre. Der Suchmaschinen-Primus Google hatte bei seinem Börsendebut im Jahr 2004 rund 1,7 Milliarden Dollar eingenommen.

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	Bei einem Selbstmordanschlag im Nordwesten Pakistans sind nach jüngsten Berichten mindestens 18 Menschen getötet worden. Mehr als 40 weitere Personen wurden verletzt, als der Attentäter sich in Bajaur an der Grenze zu Afghanistan in die Luft sprengte. Die Behörden gehen davon aus, dass es sich um einen gezielten Angriff auf einen Kontrollposten des pakistanischen Militärs handelte. Bajaur gilt als eine Hochburg radikal-islamischer Extremisten.</description>
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   <title>03.05.2012 – Langsam gesprochene Nachrichten</title>
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   <description>Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.
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	Der chinesische Bürgerrechtler Chen Guangcheng will mit seiner Familie das Land verlassen, da er um sein Leben fürchtet. Der blinde Menschenrechtsaktivist bat US-Präsident Barack Obama in einem kurzen Interview des US-Senders CNN, alles für eine Ausreise aus der Volksrepublik zu tun. Chen war vergangene Woche aus dem Hausarrest geflohen und hielt sich seitdem in der US-Botschaft in Peking auf. Am Mittwoch hatte er unter unklaren Bedingungen die Botschaft verlassen und war in ein Krankenhaus gekommen. Es hieß, die chinesischen Behörden hätten zugesagt, künftig &quot;für seine Sicherheit zu garantieren&quot;. In dem Telefoninterview warf Chen den US-Diplomaten vor, sie hätten ihn zum Verlassen der Botschaft bewegt, dann aber im Stich gelassen. Diese Äußerung wurde von US-Botschafter Gary Locke zurückgewiesen. Er könne eindeutig sagen, dass auf Chen kein Druck ausgeübt worden sei, sagte Locke in Peking.

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	Überschattet vom Disput um den Bürgerrechtler Chen Guangcheng haben die USA und China in Peking ihren vierten Strategie- und Wirtschaftsdialog aufgenommen. Zu den zweitägigen Gesprächen kamen US-Außenministerin Hillary Clinton und Finanzminister Timothy Geithner mit Chinas Vizepremier Wang Qishan und dem obersten Außenpolitiker, Staatsrat Dai Bingguo, zusammen. Zum Auftakt sagte Clinton ohne Namen zu nennen, nach Auffassung der USA müssten alle Regierungen dem Streben ihrer Bürger nach Würde und Rechtsstaatlichkeit nachkommen. Chinas Präsident Hu Jintao sprach sich für gegenseitigen Respekt und Kooperation mit Washington aus. Es sei unmöglich, bei jedem Thema einer Meinung zu sein, ergänzte er. - Am Freitag wird der chinesische Verteidigungsminister Liang Guanglie zu einem einwöchigen Besuch in den USA erwartet.

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	Vier Tage vor der Stichwahl um das Präsidentenamt in Frankreich hat Amtsinhaber Nicolas Sarkozy im einzigen Fernsehduell mit dem Sozialisten François Hollande versucht, seinen Rückstand aufzuholen. Laut Korrespondenten konnte er den Herausforderer aber nicht entscheidend bloßstellen. In einer dreistündigen Debatte dominierten Wirtschaftsthemen und Euro-Krise. Umstritten war auch, in wie weit Deutschland ein Modell für Reformen in Frankreich sein könnte. - Sarkozy liegt in den Umfragen für die Wahl am 6. Mai weiterhin klar hinter Hollande.

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	Großbritannien hat einen einmütigen Beschluss der EU-Staaten zu schärferen Regeln für die Eigenkapitalreserven der Banken noch einmal verhindert. Schatzkanzler George Osborne habe dem Kompromissvorschlag der dänischen EU-Ratspräsidentschaft &quot;noch nicht&quot; zugestimmt, sagte EU-Binnenmarktkommissar Michel Barnier nach 16stündigen Verhandlungen in Brüssel. Die dänische Finanzministerin Margrethe Vestager meldete einen &quot;riesigen Fortschritt&quot; in fast allen Punkten. Die Finanzminister hätten sich verständigt, dass nationale Aufseher ihren Banken zusätzliche Kapitalpuffer auferlegen können. Nach Klärung nur &quot;technischer Fragen&quot; sei ein Beschluss bei der nächsten Sitzung am 15. Mai zu erwarten. - Die strengeren Auflagen für Eigenkapital sollen die europäischen Geldhäuser krisensicherer machen und das Finanzsystem stabilisieren.

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	Die Deutsche Lufthansa will im Zuge ihres Sparprogramms in den kommenden Jahren weltweit etwa 3500 Vollzeitstellen in der Verwaltung streichen. Der Arbeitsplatzabbau solle möglichst sozialverträglich erfolgen, sagte der Vorstandsvorsitzende Christoph Franz in Frankfurt am Main.Trotz eines Rekordumsatzes verbuchte die Kranich-Linie im ersten Quartal 2012 einen Nettoverlust von 397 Millionen Euro. Das Unternehmen machte dafür vor allem die hohen Treibstoffkosten sowie die Luftverkehrssteuern und die Kosten für den seit Anfang 2012 geltenden Emissionshandel verantwortlich. Der Umsatz lag bei 6,6 Milliarden Euro und damit 5,6 Prozent höher als im Vorjahresquartal.</description>
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